:: stoffbüro ::

blog


3 Kommentare

Bretagne? Bretöngchen!

Streifenshirts machen einfach Sommerlaune! Selbst als langärmelige Shirts verbreiten sie sonnige Stimmung – geht es Euch auch so? Ein schlichtes Streifenshirt weckt doch sofort Gedanken an Strand, an eine leichte Meeresbrise, an Sand zwischen den Zehen…

Pedilu | "LeBretöngchen"

So näht man sich den Frühling, der noch immer auf sich warten lässt, einfach herbei: Im Stoffbüro halten die Kleiderschränke künftig viele, viele Streifenshirts bereit, für viel, viel fröhliche Sommerstimmung.

Pedilu | "LeBretöngchen"

Denn wenn zwei Streifenliebhaber aufeinandertreffen – und dazu noch „Streifenliebe“ kommt, verstofflicht, gewissermaßen: Dann kommt ein neuer Schnitt heraus – maritim, klassisch, und am liebsten gestreift. Petra von „pedilu“ hat das Ruder übernommen, und für Euch – besser: für Eure Kinder – ein legeres Shirt im Breton-Stil entworfen. Und hier ist es: „LeBretöngchen“!

Pedilu | "LeBretöngchen"

Ich durfte mittüfteln, zurufen, über Belegbreiten und U-Boot-Ausschnitte mit diskutieren – und: Erste Versionen nähen, bis der Schnitt an unseren Kindern genau unseren Vorstellungen entsprach. Gerade geschnitten sollte es sein. Nicht zu weit – aber auch nicht extraschmal. Für Jungs und Mädchen gleichermaßen geeignet.

Mit U-Boot-Ausschnitt und Beleg für den ganz klassischen Look – daran habe ich mich bei meinen beiden Varianten gehalten, und: Bei der Mädchenversion auch die 3/4-Ärmel gewählt.

Pedilu | "LeBretöngchen"

Aber auch einen schlichten Rundhals-Ausschnitt bietet der Schnitt an – so wird er zum Basic-Schnitt, hier: Zum neuen Standard-Shirt-Schnitt, für beide Kinder, denn ich weiß – er sitzt! (Nicht zufällig nämlich sind auch die beiden Konfetti-Shirts nach diesem Schnitt genäht.)

Damit er aber nicht nur unseren Kindern gut passt, haben die Probenäherinnen emsig Shirts genäht – davon zeigt Euch Petra heute einen ersten Schwung (hier). Den Schnitt bekommt Ihr natürlich im Stoffbüro (hier), und ich freue mich und schicke ein dickes Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit an Petra!

Übrigens: Ein Bretöngchen kommt selten allein – es hat ein Segelbötchen im Gepäck! Zum Schnitt bekommt Ihr die Plotterdatei „Geburtstagsjolle“, mit Zahlen von 1 bis 13. Ein passender Ohrwurm dazu fällt Euch sicher ein…

Pedilu | "LeBretöngchen" | Geburtstagsjolle

Schnitt:

Stoffe:

Plottermotive:


10 Kommentare

12 Farben: Gelb

Gelb: Ein Heimspiel, ein Spaziergang? Was tun, wenn Selmin von „Tweed & Greet“ die Lieblingsfarbe zur Monatsfarbe wählt? – In den Augen mancher wohl gar „Markenzeichenfarbe“, denn im Stoffbüro läuft wenig ohne Gelb.

12 colours of handmade fashion | Gelb

„Gelb muss sein, Gelb gehört einfach zu Dir, Gelb ist das Stoffbüro“: Jedoch – schlicht zu einem weiteren gelben Stoff greifen und mir ein weiteres gelbes Kleid, Shirt, eine weitere gelbe Jacke, einen gelben Rock oder einen gelben Pulli nähen? Das wollte ich nicht. Selmins „12 colours of handmade fashion“, ihres Zeichens eine „Challenge“, brachten mich also doch ins Grübeln, mehr denn je anlässlich der Farbe Gelb.

12 colours of handmade fashion | Gelb

Mitgegrübelt hat, im Zug zur h&h nach Köln, Dominique von „Kreamino“, selbst ein großer Fan der Farbe Gelb. Ich bin sehr gespannt auf ihr Projekt in diesem Monat, und schicke ihr ein herzliches Dankeschön für das morgendliche Brainstorming!

12 colours of handmade fashion | Gelb | "LaJazida"

Im Lieblingsfarben-Monat habe ich mich also für den „Angstgegner“ Blau entschieden, und den NOSH-Denim-Sweat in klassischem Jeansblau: Für eine leichte Sommer-Jeans-Jacke, gespickt mit vielen gelben Details. So entstand ein Sweat-Blazer mit maritimem Touch und als Kombi-Jacke zu all den gelben Kleidungsstücken, die mein Schrank schon bereit hält. Dazu gehört neuerdings übrigens auch der gestrickte Loop aus leichtem Leinengarn: Denn nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich wieder zu den Stricknadeln gegriffen – auch das eine echte Herausforderung, die am Ende mit viel Spaß und einem Lieblingssommerschal gekrönt wurde.

12 colours of handmade fashion | Gelb | "LaJazida"

Den Blazer zeige ich Euch mit zwei sommerlichen Outfits – jeweils komplett selbst genäht. Auf den Schnitt – „La Jazida“ von Schnittgeflüster – hat mich Elke von „EllePuls“ aufmerksam gemacht. Ihr Probeteil durfte ich auf dem Nähcamp probieren, was bei der Größenwahl und Anpassung sehr geholfen hat. Besonders angetan hat es mir die optionale Kapuze: Leger und sportlich, und – die perfekte Gelegenheit, um einen Lieblingsstoffrest zur Geltung zu bringen.

12 colours of handmade fashion | Gelb | "LaJazida"

Und wenn dann endlich wieder Ballerina-Wetter herrscht, werden auch die gelben Schuhe ausgepackt…

12 colours of handmade fashion | Gelb | "LaJazida"

Die beiden Tops, die Ihr hier seht, habe ich im letzten Frühjahr genäht – im Blog aber nie gezeigt, und jeweils wohl einmal getragen. So erging es ihnen ähnlich wie dieser grünen Bluse: Auch für die Tops hoffe ich auf einen Sommer, der sommerlicher ausfällt als der vergangene.

12 colours of handmade fashion | Gelb | "LaJazida"

Die Röcke stammen aus dem Sommer 2015 – Ihr könnt sie hier und hier im Blog sehen. Weichen und stretchigen Denim-Sweat von NOSH gibt es hier im Shop – auch in anderen Farben. Den Schnitt „La Jazida“ schließlich findet Ihr bei Schnittgeflüster. In der Originalversion wäre er sehr viel länger, ich habe großzügig auf meine Wunschlänge gekürzt – außerdem kleine Taschen aufgesetzt, die eigentlich verschlusslose Jacke mit einem Knopf versehen, und die Kanten mit Beleg gearbeitet, weil ich mich mit offenen Kanten nicht so recht anfreunden kann.

12 colours of handmade fashion | Gelb | "LaJazida"

Nun freue ich mich auf eine fröhliche gelbe Galerie auf Selmins Blog! Auf Instagram war gut mitzuverfolgen, dass einige mit der Farbe haderten – so bin ich gespannt darauf, ob und wie sie ihr Hadern gelöst haben…


6 Kommentare

12 Farben: Rosa/Pink

Oder: „Es ist eine Challenge!“

Vielleicht aber auch eine Frage der Rhetorik?

"12 colours of handmade fashion" | Pink

An dieser Stelle wird seit einer Weile und im Austausch mit anderen Bloggerinnen viel diskutiert über einen übersichtlichen und ‚vernetzten‘ Kleiderschrank – eine Diskussion, die eben auch mit Farben (und Farbtypen) zusammenhängt: Ich selbst habe sortiert, aussortiert, umsortiert, einsortiert. Auf diesem Wege geerbt: Jüngst zum Beispiel diese cognacfarbene Lederjacke von Elke, zu deren Farbpalette sie nicht mehr passen wollte. Zu meiner passt sie umso besser, nicht zuletzt, seit ich meine schwarze Basic-Strickjacke durch einen bordeauxfarbenen Lisbon-Cardigan aus leichtem Sommersweat ersetzen  konnte – dazu aber in Kürze mehr.

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Warme Farben – kräftige Farben, für die warme Jahreszeit auch gerne mal ergänzt durch frühlingsleichte, pastellige Tücher, oder einen Basic-Cardigan in kombinierfreudigem Beige, wie er für den Februar der „12 colours of handmade fashion“ von Selmin aka „Tweed & Greet“ entstanden war.

Während also der Januar mit Grün, und der Februar mit Beige mich nicht vor allzu große Herausforderungen stellten, weil sie sich gut in mein Farbschema einfügen – kann ich nicht umhin, zuzugeben, dass mich der rosa- und pinkfarbene März einigermaßen ins Grübeln brachte. Warm und kräftig: Dazu passt weder Rosa, noch Pink.

Aussetzen? Oder: „Challenge accepted!“?

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Eine Frage der Rhetorik? Oder ein Schnippchen, das ein Motiv der Wahrnehmung schlägt?

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Mein März-Beitrag zu den „12 colours of handmade fashion“ hat die Farbe Koralle: Irgendwo zwischen Orange und Pink, warm, und wenn nicht kräftig, so doch quietschig. Als fröhliches Sommershirt, und jetzt im Frühling schon kombiniert mit Bordeaux und Beige:

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Ein neues Lieblingsoutfit, entstanden auf dem Nähcamp am vergangenen Wochenende. Mit einem herzlichen Dankeschön an Selmin für diese Herausforderung, und den Gedankenanstoß: Denn dieses Shirt wäre ohne die „12 colours of handmade fashion“ sicherlich nicht entstanden, und ich freue mich schon jetzt auf viele sonnige Tage in Koralle, und mit Flamingo.

"12 colours of handmade fashion"

Der Schnitt des Shirts stammt übrigens aus dem tollen neuen Buch von Steffi („Herzekleid“), Alles Jersey: Shirts & Tops. Eine Buchbesprechung zu diesem durchdachten Shirt-Baukasten findet Ihr hier.

Ich freue mich jetzt auf all die Beiträge zu Selmins „12 colours of handmade fashion“, die sich mit Rosa und Pink hoffentlich weniger schwer getan haben als ich, und geselle mich gerne zu ihrer Linksammlung. Gespannt bin ich darauf, welche Farbe der April bekommt – und ob ich wohl wieder so ins Grübeln gerate.


2 Kommentare

Zeitlos

Ihr habt es gerne klassisch, zeitlos und zurückhaltend? Es darf Schwarz sein, mit einer Prise eines sanften Grautons? Dann seid herzlich eingeladen in den Shop! Denn für all diejenigen unter Euch, die sagen: „Schwarz ist das neue Schwarz“ – für Euch gibt es jetzt die Schwarz-Taupe-Edition der beliebten Stoffbüro-Designs auf Jacquard:

Der Flechtwerk-Jacquard – ein 3D-Relief-Jacquard mit Fischgrat-Muster, nach einer Idee von Elke („Elle Puls“) – nun also in Schwarz, mit dezentem Kontrast, absolut basictauglich und perfekt für Frühlingscardigans.

Das Strickpunkt-Design von Änni findet Ihr in zwei – gegengleichen – Varianten: In Schwarz/Taupe nämlich (wie bereits in der Weihnachtsedition), und – frühlingsfrisch – in Taupe/Schwarz.

Schließlich dürfen natürlich die Streifenliebe-Jerseys nicht fehlen. Und weil die Entscheidung so schwer fiel zwischen „Streifenliebe I“ und „Streifenliebe II“, gibt es eben beide. Welcher ist Euer Favorit?

Das „Federkleid“ nach dem Entwurf von Petra trifft mit einer kleinen Verspätung ein, kann sich aber hoffentlich ganz bald dazugesellen. Auf der Stoffbüro-Facebook-Seite, oder bei Instagram erfahrt Ihr, sobald es so weit ist.

EDIT: Der Federkleid-Doubleface-Jacquard in Schwarz/Taupe ist nun eingetroffen! Ihr findet ihn hier im Shop.

Ich selbst habe beim Vernähen der schönen Stoffe diesmal eine Runde ausgesetzt – denn so sehr sie mir an anderen gefallen, so wenig passen sie in meinen eigenen Kleiderschrank. Schwarz/Taupe funktioniert hier aber bestens als Jungs-Hoodie, und so war – schon aus dem „Tangram“-Jacquard in dieser Farbe – ein „Bimaa Sweater“ entstanden, der in dieser Reihe und in dieser Edition der Stoffbüro-Stoffe selbstverständlich seinen Platz hat.

Den Schnitt bekommt Ihr übrigens hier auf Deutsch bei Annika von Näh-Connection. Den Stoff wie auch das Plotterfreebie mit dem Tangram-Satz zum Selber-Puzzeln findet Ihr hier im Shop.

Schwarz/Taupe ist genau Euer Fall? Dann unternehmt doch einen Spaziergang durch die wundervollen Designbeispiele der Crew! Herzlichen Dank an dieses umwerfende Team!

Alle Stoffe dieser Edition findet Ihr im Shop unter „Unsere Stoffe“.

Änni |

Änni | „ännisews“

Andrea |

Andrea | „frau maerz“

Danie | Prülla

Danie | Prülla“

Kerstin |

Tamara |

Tamara | „Sprungfaden“

Vivien |

Vivien | „Eleonore Creative“


10 Kommentare

12 Farben: Beige

Beige – so heißt die Februar-Farbe von Selmins Challenge „12 colours of handmade fashion“. Beige? Sehr gerne, für mich – neben dem warmen Rotbraun wohl die Basic-Farbe, die in der wärmeren Jahreszeit und kombiniert mit hellen Farben unverzichtbar ist.

Wie zum Beispiel bei dieser Leinen-Tunika im hellen Naturton – oder bei dieser frühlingsfrischen Weste mit hellem Maisgelb. Als klassisches „Camel“ auch gemeinsam mit jenem Rotbraun, wie bei diesem Kuschel-Hoodie oder diesem herbstlichen Kleid.

Basic? Das ruft – gerade für’s Frühjahr – nach einem leichten Jäckchen…

"Lisbon Cardigan" | "Tangram"-Jacquard

Den Schnitt erkennt Ihr bestimmt sofort: Ein „Lisbon Cardigan“, wie bereits hier. Und tatsächlich täuscht Ihr Euch nicht, wenn Ihr meint: Diese Jacke habe ich doch schon einmal gesehen! – Denn ja: Petra hat es vorgemacht, und aus der Camel/Off-White-Variante ihres „Tangram“-Jacquards eine solche Jacke genäht – hier könnt Ihr sie sehen.

Der kleine, aber feine Unterschied: Petra hat sich für Bündchen im passenden Off-White entschieden, ich habe das camelfarbene Bündchen vernäht (bzw. die camelfarbene Rückseite des Jacquards für die Knopfleiste). Die farbliche Wirkung der beiden Cardigans unterscheidet sich auf erstaunliche Weise. Mein Wohlfühlfaktor-Akzent Beige/Camel zum Off-White macht die Jacke kombinierbar mit „meinen“ warmen Farben, während Petra mit der kalten Sommer-Palette kombinieren möchte. Ihre Farbspielereien zu diesem Stoff, zu dieser Jacke zeigt sie Euch heute hier in ihrem Blog.

Hier gab es also ein schnelles Sommer-Top zur Jacke, mit fröhlichen Streifen in Mandarine…

"Lisbon Cardigan" | "Tangram"-Jacquard

… mit gelber Abschlusslitze und Tangram-Plot in passenden Tönen.

"Streifenliebe"

2017_02_31

Hier könnt Ihr auch schon einen genaueren Blick auf die hübschen Knöpfe werfen: Eine wunderschöne Überraschung von Dominique aka „Kreamino“, die von diesem Projekt wusste und von ihrem Zufallsfund einfach mal sieben Stück dafür mitnahm, in einen Umschlag packte und ins Stoffbüro schickte. Vielen lieben Dank, Dominique!

Um genau zu sein, schickte sie aber nicht sieben Knöpfe – sondern acht.

"Lüttes Tuch"

Der Projektvorschlag für den großen Knopf dazu kam direkt mit: Ein „Lüttes Tuch“ vielleicht? Sehr gerne, das wollte ich doch immer schon mal versuchen.

"Lüttes Tuch"

Ein warmes, kräftiges Rostrot mit Mandarine – zum Basic-Camel.

"Lisbon Cardigan" | "Tangram"-Jacquard

Vielen Dank, liebe Selmin, für die Auswahl dieser Farbe! Ohne die „12 colours of handmade fashion“ hätte ich mir diese Jacke wohl nicht genäht – und nun weiß ich sie als Basic-Stück zu vielen bereits vorhandenen Shirts sehr zu schätzen. Ich freue mich darauf, mich durchzuklicken durch die Beige-Palette, die Selmin hier auf ihrem Blog versammelt!

Zum Ausklang – noch ein paar Kombinationen mit bereits vorhandenen Shirts. Ein Klick auf das Bild führt Euch zum jeweiligen Post.

"Lisbon Cardigan" | "Tangram"-Jacquard

2017_02_29

2017_02_28


9 Kommentare

Meerweh | Capri

In der vergangenen Vorweihnachtszeit erreichte mich so viel schöne „Bloggerpost“ – Weihnachtswünsche, Neujahrsgrüße, sogar ein ganzer liebevoll gefüllter Adventskalender begleitete mich durch den Dezember. All die netten Kleinigkeiten befreundeter Nähbloggerinnen zu verarbeiten, bereitet eine ganz besondere Freude: So darf ich das Schmunzeln eines jeden Auspackens in den Alltag tragen, wie beispielsweise mit dem Regenbogen-Label aus Petras Päckchen, am Einhorn-Sweatshirt, oder mit den gelben Knöpfen am blauen Hemd, von Steffi.

Dominiques hübscher Meerweh-Plot stellte mich dabei vor eine derart große Herausforderung, dass ich meinem eigentlichen Vorhaben nicht gewachsen war – nämlich beim selben Kleidungsstück auch das Hoodieband aus Steffis Adventskalender zu verarbeiten, weil es, in maritimem Rot-Weiß, so gut gepasst hätte. So bewahre ich es auf, für eine nächste Runde Meer- und Strand-Klamotte.

Meer und Meerweh: Das schreit förmlich nach Blau. Und eben darin lag die Herausforderung. Wie ich es auch drehte und wendete: Der weiße Plott konnte nur auf blauem Untergrund zur Geltung kommen. Aber ein blauer Pulli, für mich? Sicherlich nicht.

"Meerweh" | "FrauBente"

Stattdessen: Abendrot-Stimmung einfangen.

"Meerweh" | "FrauBente"

 

Der Schnitt ist wieder „FrauBente“ von Fritzi & Schnittreif – wie schon bei meinem Feinripp-Pulli, habe ich auch diesmal wieder einen Loopkragen mit Ösen, Kordel und SnapPap (dieses tatsächlich aus Steffis Adventskalender) ergänzt. Die Teilungsnähte sind rund angelegt – auch an den Ärmeln; und mit dem Kettstich der Coverlock-Maschine abgesteppt.

"Meerweh" | "FrauBente"

Der Pulli wurde zuerst in die Berge ausgeführt – auf seinen Einsatz gegen die frische Frühlingsbrise an Nord- oder Ostsee wartet er noch: Oder auch als schneller Überzieh-Pulli, wenn der laue Sommerabend allzu lau wird, sobald die Sonne im Meer versunken ist.

Ich schicke hier noch einmal mein herzliches Dankeschön an all die Absender der Überraschungspäckchen, -pakete,  und -briefe! Alles in irgendeiner Weise vernähbare Material – auch wenn es dafür vielleicht nicht ursprünglich gedacht war – habe ich in einem Kistchen gesammelt, das für jedes neue Projekt gewissenhaft durchwühlt wird, um zu prüfen, ob es nicht etwas Geeignetes bereithält. Wundert Euch also nicht, wenn bei kommenden Projekten Weihnachtsgeschenke und Adventskalender-Inhalt zum Einsatz kommen!


2 Kommentare

Ganz ohne Ironie: „All you need is a Unicorn“

Einhörner here, Einhörner there, Einhörner everywhere. Glitzer, und Regenbögen.

Zu Petras schönem weihnachtlichem Plotterfreebie „Glitzapopitza“ schrieb ich (hier), dass ich für Motive dieser Sorte eine gewisse Portion Ironie brauche, um sie umsetzen zu können – um sie auf Distanz bringen und dann in einem Wenn-schon-denn-schon-Kitsch schwelgen zu lassen: Also beispielsweise in Knallgelb mit Knallglitzerpink. (Wobei ursprünglich sogar die Covernähte mit Glitzergarn geplant waren; als das jedoch nicht auf Anhieb klappte, verließ mich der Ehrgeiz – was ich schlussendlich auch für die hübschere Lösung halte.)

Wie soll ich also – in Zeiten wie diesen – Einhörnern gegenübertreten? Noch dazu einem so freundlichen, harmlosen und unverkitschten Einhorn wie Petras „Eiswind“? Ganz einfach und am besten wohl: Durch und durch unkitschig und ohne jede Ironie. Gerne hätte ich die Zeit gehabt, der Symbolik ein wenig intensiver nachzugehen, um – anstelle der Distanz-per-Ironisierung – eine Distanz-dank-Lexikon zu schaffen. Womöglich wäre dann ein beherztes „All you need is a Unicorn“ viel weniger kitschig als befürchtet?

Auf einem Mädchenpulli jedenfalls überraschen wohl weder das Einhorn – und sei es noch so glitzrig…

pedilu |

… noch der so stilvoll handgeletterte Schriftzug:

pedilu |

Vielmehr werden sie bei Mädchen vermutlich mit ziemlicher Sicherheit einfach gut ankommen. Und das ist bei einem selbstgenähten Mädchenpulli wohl auch die Hauptsache.

pedilu |

Getreu einem Motto für 2017 – „Aufbrauchen!“ – habe ich die Schublade mit den Sweat-Resten um ein paar Bio-Vintage-Sweats erleichtert. Dafür eignen sich solche Plotterprojekte hervorragend, und das rötliche Pink – oder pinkige Rot –  mit dem kräftigen Blau passte einfach perfekt zu dem Regenbogen-Motiv, das mir für einen „gepatchten“ Pulli vorschwebte. Die Ärmelbündchen haben konsequenterweise unterschiedliche Farben, wie auch Hals- und Saumbündchen.

Die Nähte habe ich diesmal übrigens tatsächlich mit Glitzergarn abgesteppt – nach ein wenig Übung und einigen Verfeinerungen bei den Einstellungen, recht dezent mit dem Kettstich der Cover.

pedilu |

Und in der Seitennaht hat dann sogar noch ein kleines Regenbogen-Label sein Plätzchen gefunden – das bunte Zierband stammt aus Petras Weihnachtspäckchen, es stand also außer Zweifel: Genau hier, bei diesem Pulli, soll es eingesetzt werden.

pedilu |

Denkt Ihr nun auch an eine kleine Dame, die Ihr mit einem Einhorn-Plot glücklich machen könnt? Oder entscheidet Ihr Euch für den Schriftzug und ein Statement-Shirt für Euch selbst? Für alle Pferde-Freunde und -Freundinnen gibt es das Einhorn „Eiswind“ übrigens auch ohne Horn – als Pferd „Pfiffikus“. Und das ist hier schon für die nächsten Mädchen-Kindergeburtstage eingeplant: In vielen Fällen ist das doch eine relativ sichere Nummer, und Petras neuer Plotterserie sei dank habe ich nun immer die hübsche und unkitschige Lösung parat.

Viele weitere Designbeispiele zeigt Euch heute übrigens auch Petra selbst – klickt Euch >> hin! Und weil’s soviel Freude macht, entstand noch ein Einhorn zum Kleben – auf eine zum Stiftebecher umfunktionierten Konservendose. Stichwort: Aufbrauchen, Weiterbenutzen.

pedilu |