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Nähcamp 2017

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Zum vierten Mal bereits fand am vergangenen Wochenende das Nähcamp statt – organisiert von Elke („Elle Puls“), und ich freue mich, dass ich sie dabei wieder ein wenig unterstützen durfte.

Zum vierten Mal – stellt sich da Routine ein? Keineswegs! Das zeigen schon die Gespräche zwischen denen, die bereits mehrere dieser Ereignisse mit erleben durften, oder gar von Anfang an jedes Jahr mit von der Partie waren: Jedes Nähcamp hatte seine Eigenheiten, seine eigenen Workshops, Diskussionen, Nähprojekte – sein eigenes Wetter, vor den Fenstern des Tagungsraumes, wie auch im Raum selbst, gewissermaßen.

So kamen also auch in diesem Jahr wieder 43 Nähbegeisterte zusammen – im Penta Hotel Berlin-Potsdam (in Teltow), für ein Wochenende, das ganz im Zeichen ratternder Nähmaschinen stehen sollte.

Nähcamp 2017

Das hat etwas von Klassentreffen – einerseits: Denn beinahe ab dem Zeitpunkt der Anmeldung dreht sich so mancher Nähbloggeraustausch um die Reise nach Berlin – „dann sehen wir uns ja auf dem Nähcamp wieder!“ Oder gar die Anreise in der Fahrgemeinschaft wird zum Anlass genommen, das Nähcamp vor der offiziellen Eröffnung bereits einzuläuten. Und dann gibt es ebenso die ersten und die ganz neuen Begegnungen: Nicht weniger aufregend und spannend, nicht weniger herzlich und verbindend.

Nähcamp 2017

Am Sonntagmittag – kurz vor der Abreise – stellte ich fest, dass ich während des gesamten Wochenendes kein einziges Foto auf Instagram gezeigt habe, ja – dass ich die Bilder der Teilnehmerinnen kaum wahrgenommen habe, aus Zeitmangel, oder mangels Bedürfnis, einen Blick auf das Smartphone zu werfen. Ich habe genäht, mich bestens unterhalten, diskutiert, Projekte begutachtet… Ich musste also in die Gruppe fragen, wer mir gerne Fotos für diesen Blogpost zur Verfügung stellen könne. Meine Frage erntete: Kopfschütteln! Offenbar war es vielen ergangen wie mir – aber glücklicherweise konnten mir Griselda und Jana an der ein oder anderen Stelle aushelfen. Vielen Dank dafür!

Der Bücher- und Schnittmustertisch war reich bestückt worden von unseren großzügigen Sponsoren. Ein herzliches Dankeschön an den Stiebner Verlag, an EMF, den Haupt Verlag und den TOPP Verlag

… und ebenso an die Schnittmusterdesigner République du Chiffon, Named Clothing und Pattydoo, an Smilla Berlin und an Stoff & Stil.

Nähcamp 2017

Foto: GriseldaK

Wir hatten ein ganzes Wochenende nicht nur zum Nähen, sondern durften auch in aller Ruhe und Gelassenheit durch ein reiches Sortiment an Büchern zum Thema blättern – und Schnittmuster testen, zu denen wir sonst vielleicht nicht gegriffen hätten.

Aber damit nicht genug – einige Teilnehmerinnen (mich eingeschlossen) gerieten in einen regelrechten Druckrausch – in einen Druckrausch-Workshop nämlich, denn Deborah und Angelo brachten Farben und Schablonen mit und zeigten uns, wie der Druck auf Papier und Stoff damit funktionierte.

Nähcamp 2017

Nähcamp 2017

Foto: Jana @jamasamole

Schließlich fanden sich einige Näh- und Modebegeisterte zusammen zu einer Stilberatung bei Katharina Maier („Frau Maier“/“Moderne Stilberatung“), die per Skype-Videokonferenz ausgerichtet wurde.

Und was lag auf dem Nähtisch? Schon auf der ersten Veranstaltung 2014 – und auch das gehört zu meiner persönlichen Geschichte der bisher vier Nähcamps – hatte ich verkündet, ich würde keine Taschen nähen. Und diesmal habe ich: eine Tasche genäht! Denn wo, wenn nicht auf dem Nähcamp, beobachtet von vielen Nähnerd-Augenpaaren, sollte ich mein alljährlich gefasstes, doch alljährlich auf’s nächste Jahr verschobene Vorhaben, eine geräumige Strandtasche zu nähen, umsetzen?

Zugegeben: Ich habe es nicht auf dem Nähcamp selbst umgesetzt, sondern ich habe zuhause, in aller Ruhe, den Kampf gegen dicke Schaumstoff-Einlage, gegen Decovil und Reißverschluss angetreten. Für meine Nerven (und die meiner Nachbarinnen am Nähtisch) war das sicherlich die entspanntere Lösung, und dennoch ist diese Tasche ein veritables Nähcamp-Projekt, wäre sie doch nie entstanden, hätte ich mich nicht im Vorfeld durch meine Ankündigung, eine Tasche zu nähen, entsprechend dazu verpflichtet.

Die „Aeroplane Bag“ von Sew Sweetness – hier auf Deutsch erhältlich bei Nähconnection – ist so geräumig, dass ich sie direkt als Weekender nutzen konnte. Die wunderschönen Stoffe gibt es bei Ines von Karlotta Pink – eine bunte Fundgrube an außergewöhnlichen Webstoffen mit eigener Geschichte!

Das, was ich schließlich auf dem Nähcamp genäht habe, verstecke ich vorerst weitestgehend unter meiner neuen, cognacfarbenen Lieblingslederjacke. Die nämlich habe ich nicht genäht, aber dennoch vom Nähcamp mit nach Hause nehmen dürfen: Geerbt von Elke – vielen lieben Dank!

Nähcamp 2017

In den kommenden Tagen geht es hier also weiter – und ich zeige Euch mein Nähcamp-Frühlingsoutfit komplett.

Ein herzliches Dankeschön an Elke für die grandiose Organisation, und an alle Nähcamp-Teilnehmerinnen für die wundervolle Atmosphäre, für viele nette und inspirierende Gespräche! Die wunderschönen Hyazinthen, die ich als Geschenk mit nach Hause nehmen durfte, erinnern mich momentan noch von der Fensterbank aus an das tolle Wochenende. Wenn sie verblüht sind, ziehen die Zwiebeln in den Garten um und blühen dann hoffentlich jedes Jahr auf’s Neue…

Nähcamp 2017

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4 Kommentare zu “Nähcamp 2017

  1. Kann ich alles so unterschreiben…ich habe gar kein Bild gemacht, zumindest nicht mit meinem Handy – dennoch habe ich viele Eindrücke mitgenommen. Es war nett und schön und unterhaltsam und mein 2. Mal. Ich hoffe, alle sind gut heimgekommen. Wieder im Alltag, aber mit schönen Erinnerungen. Deine Tasche ist wunderschön, gefällt mir sehr aber ob ich mir die Mühe mache… Hm, da gefallen mir die von Aunts and Uncles und Fred‘ s Bruder auch und der Werksverkauf findet jeweils in Nachbarstädten statt…Bleibe doch beim Kaufen…Falls Du Dich trennen magst…Sonnige Grüsse

  2. Ja, so war’s. Wunderbar! Die Tasche sieht toll aus. Die Lederjacke steht Dir sehr gut. Fürs nächste Nähcamp sollten wir uns einen Tauschtisch mit selbstgenähten Sachen überlegen. Danke für die Verlinkung. LG Griselda K

  3. Ich muss hier auch nochmal meinen Dank aussprechen für die viele Mühe, die auch du Dir gemacht hast! Die „Bibliothek“ war ja der Wahnsinn! Und ich habe mich auch sehr über das Buch gefreut, welches mit mir nach Hause fahren durfte.
    Die Faszination des Nähcamps kann man „Unbeleckten“ gar nicht erklären, es war wieder soo schön und es ist gar nicht so leicht, am Montag wieder im Alltag anzukommen.
    LG Judy

  4. Vielen Dank Catrin für diese schöne Zusammenfassung und dein Mitwirken am Nähcamp! Ich habe es dieses Jahr als ziemlich entspannt empfunden- es war wieder ein wunderbares Wochenende, für das sich auch etwas Schlafmangel gelohnt hat!

    Liebe Grüße,
    Jenny

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