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Weihnachtspost

7 Kommentare

Ein Weihnachtspost über die Weihnachtspost. Lang, bild- und wortreich.

Beim Einrichten dieses Blogbeitrags entscheide ich mich dafür, ihn auch der Kategorie „Japanisch nähen“ zuzuordnen, denn in diesem Jahr – wo die „Weihnachtsnäherei“ sich in überschauberen Grenzen hält – kann ich endlich umsetzen, was ich mir im vorigen Jahr schon vorgenommen hatte: „Furoshiki“ heißt das Stichwort, jedoch nachdem ich des Japanischen nicht mächtig bin, fällt es mir schwer, einen Plural zu bilden, einen Artikel zu ergänzen, oder gar „Furoshiki-Tücher“ zu schreiben.Weihnachtspost | FuroshikiIm Grunde genommen geht es darum, Dinge nicht in Papier oder Plastik einzuwickeln – sondern in Stoff: In ein quadratisches Tuch.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit schwingt sicherlich mit – aber natürlich auch ein ästhetischer. Wie schön kann es sein, ein ansprechendes Geschenkpapier ganz vorsichtig zu öffnen, um das Papier noch einmal verwenden und einer weiteren Person damit eine Freude machen zu können? Hier existieren wahre Schätzchen, die auf einen zweiten, manchmal auch dritten Einsatz warten. Der Stoff macht noch einige Runden mehr mit, und gewinnt so, in der Familie und im Freundeskreis herumgereicht, an „Patina“, in gewissem Sinne.

Meine Tücher sind zwischen 35x35cm und 50x50cm groß, und aus leichten Batist-Stoffen, die sich gut formen, falten und knoten lassen. Ich habe sie mit Briefecken versehen:

Weihnachtspost | FuroshikiUnd bestempelt.

Weihnachtspost | FuroshikiDie linke obere Ecke liefert mit der Bezeichnung eine kleine Gebrauchsanweisung bzw. einen Suchmaschinen-Tipp, in der rechten unteren Ecke ist das :: stoffbüro :: vermerkt. Die Motive sind individuell gewählt – wer hier regelmäßig mitliest, erkennt sicherlich das ein oder andere Nähprojekt wieder.

Weihnachtspost | FuroshikiWeihnachtspost | FuroshikiDie Glitzerfarbe lässt sich – bekanntlich – nicht gut stempeln, deshalb habe ich die mit einem Schwämmchen aufgetupft, und diese Tücher mit dem Pinsel beschriftet.

Weihnachtspost | FuroshikiTechniken des Wickelns, Faltens und Knotens gibt es zahlreich – je nach Größe des Tuches und einzuschlagendem Gegenstand; seien es Flaschenverpackungen oder Tierfiguren: Hier könnt Ihr zum Beispiel stöbern. Bei „Link Collective“ gibt es nicht nur wunderschöne Tücher anzusehen, sondern auch große Einkaufstaschen, die daraus geknotet werden.

Ich habe mich für die einfachste Wickelweise entschieden, auch deshalb, weil die sich gut und sicher in Versandkartons packen lässt:

Weihnachtspost | Furoshiki

Bei manchen Tüchern ist das Motiv gut zu erkennen – darin läge sicher eine Herausforderung: Das Motiv so auf dem Tuch zu platzieren, dass es auch beim fertigen Päckchen gut herauskommt.

Weihnachtspost | FuroshikiWeihnachtspost | FuroshikiUnd so sah es auf dem Packtisch aus, nachdem alle Bündel fertig geschnürt waren:

Weihnachtspost | FuroshikiAuch in den Weihnachtskarten steckt der Gedanke des Weiterreichens, Weiterverwertens, Wiederverwendens.

Weihnachtspost | FuroshikiZum Einen habe ich mich entschieden, kein neues Papier zu kaufen, sondern die vorhandenen Bestände auszuschöpfen – so kommt es zu der ein oder anderen vielleicht „eigenwilligen“ Farbgebung, zum ein oder anderen vielleicht „eigenwilligen“ Material, wenn auch der Rückenkarton des Tonpapier-Blocks herhalten musste, als es doch knapp wurde.

Weihnachtspost | FuroshikiUnd zum Anderen stecken in jeder Karte die dazugehörigen Stanzteile als fertig bestempelte Geschenkanhänger – nicht nur mit weihnachtlichen Motiven.

Weihnachtspost | FuroshikiHabt ein besinnliches und ruhiges Adventswochenende!

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7 Kommentare zu “Weihnachtspost

  1. Wunderbare Arbeiten und ein schöner Gedanke. Ja in der Tat geht es mir heute noch so, dass Geschenkpapier vorsichtig geöffnet und glatt gestrichen wird. Früher bekamen wir alle Geschenke immer uneingepackt… und wenn, dann war Papier was wirklich kostbares. Die Kinder finden bestimmt auch noch eine weitere Verwendung für die Tücher, z.B. als Puppendecke, Spieltuch, etc. Schöne Idee.
    LG
    Kerstin

  2. Sehr sehr schön! Da ist die Verpackung selbst ja schon das Geschenk! 🙂 Die Drucke sind Dir wunderbar gelungen, v.a. die zarten Libellen…
    GLG, Steffi

  3. Wow wow wow… wenn das mal nicht ein rundum durchdachtes nachhaltiges Weihnachtsgeschenkeeinpackkonzept ist. Super chic und schon das größte Geschenk die Verpackung selbst. Hab ganz viel Freude und Stolz beim Schenken!!
    Liebe Grüße
    Veronika

  4. Ach wie wunderbar.
    Leider lese ich deine ganzen Gedanken zum Päckchen erst jetzt – nach dem Auspacken. So hätte ich dem hübschen Bündel und der Falt- und Knottechnik noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt. So war ich geleitet vom wunderbaren Duft …
    Das hübsche Tüchlein ist schon gebügelt und wird wahrscheinlich nicht weitergereicht. 😉
    Ganz lieben Dank auch auf diesem Wege.

  5. Die Idee mag ich sehr, ich habe selbst ein Furoshiki zum Geburtstag bekommen, und hab mich riesig gefreut 😉 Die Karten finde ich auch so schön, ich bin sicher, das Auspacken hat eine Riesenfreude bereitet!!!!
    Liebe Grüsse,
    Nathalie

  6. Was für eine tolle Idee!
    Einpacktücher finde ich ja schon toll! Aber die Karten mit den Geschenkanhänger-Stanzungen sind genial! Ich wünschte, ich wäre vor Weihnachten hier vorbeigekommen …
    Aber jetzt bin ich ja wieder öfter hier! :.)

    Ich hoffe jedenfalls, du hast dich gut erholt und wünsche dir ein tolles neues Jahr!

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