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Grundsätzliches (4): Lieblingsschnitte

3 Kommentare

Nachdem uns Tessa und Sindy in der vergangenen Woche eine kleine Pause zum Gedankenordnen gegönnt haben – mit Sindys schönem Gastbeitrag zu Tessas Kleiderschrank-Serie – stellt sich diese Woche die Frage nach den Lieblingsschnitten. Ich reihe mich sehr gerne wieder ein, und nehme Tessas Fragen sehr gerne wieder auf:

„Zuerst die liebsten Schnittdesigner durchschauen oder einmal Dawanda-quer-Beet? Wagt Ihr Euch gerne an Neues oder lieber die alt-bewährten Schnitt nehmen?“

Es fällt mir nicht wirklich allzu leicht, über veritable Lieblingsschnitte zu schreiben – da ich tatsächlich bislang kaum einen Schnitt mehrfach genäht habe. Es handelt sich also eher um Schnitte, die bislang mit einem Einzelstück im Kleiderschrank vertreten sind, die sich aber – weil dieses Einzelstück ein Lieblingsstück ist – zum Lieblingsschnitt qualifiziert haben und auf eine weitere Umsetzung (oder auch auf den passenden Stoff dafür) warten.

Dabei bin ich definitiv eine Anhängerin der erstgenannten Taktik: Ich stöbere zunächst im Repertoire derjenigen Schnittdesigner, aus deren Schnitten schon mehrere solcher gern getragenen Stücke entstanden sind. In letzter Zeit war dies – regelmäßige Leser werden es schon ahnen – besonders „Schnittreif“, also: Anja, häufig in Kooperation mit Brid von „Fritzi“, mit wunderbar schlichten und auch einfachen, dabei durchaus aufwändig wirkenden Schnitten mit dem gewissen, nie zu dick aufgetragenen Etwas, die stets sehr alltagstauglich und praktisch daherkommen, ohne unscheinbar und allzu alltäglich zu sein.

So entstanden in der jüngsten Zeit eine FrauToni, eine FrauEmma, eine FrauJette – um nur die Damen-Teile zu nennen:

FrauToni"FrauEmma"FrauJetteAll diese Schnitte gibt es auch in einer Kinderversion – und noch viele mehr, die auch auf meiner dringenden, drängenden Liste stehen; der Blick aus dem Fenster lässt zwar erschaudern beim Gedanken an Sommerkleider, aber FrauJulie ist bereits nähbereit.

Ganz neu, aber schon dreimal genäht, ist der Shirt-Schnitt „Liv“ aus dem Pattydoo-Designer: Ein sehr variabler Schnitt mit Basic-Potential, der als Lang- wie als Kurzarm, mit Saumbund und Puffärmeln wie auch als glattes Universalshirt gut und schnell genäht ist:

"Liv" Liv / "Diamonds"Eine dritte Variante liegt, samt passendem Rock, schon fertig hier – ich hoffe, dass Zeit und Licht recht bald sehr günstig zum Fotografieren stehen! Gleiches gilt für meine neue „Sophie“ – ein Schnitt aus dem Hause Schnittchen, das ich spätestens mit dem Näh-Camp-Mantel für mich entdeckt habe; „Sophie“ nennt sich Shirt, und wird – aus Webware genäht! Für einen Webstoff-Fan wie mich ist der Schnitt eine echte Entdeckung; die Probeversion kam bei den Näh-Camp-Teilnehmerinnen so gut an, dass ich umgehend eine zweite Variante genäht habe, die ich Euch bald zeigen möchte.

Eine kleine Randbemerkung zu Rockschnitten – schwierig. Ich habe kein Glück mit Rockschnitten für Webstoffe, und in den vergangenen Wochen leider wieder zwei schlechte Erfahrungen gemacht; was aber nicht unbedingt an den Schnitten zu liegen hat, sondern möglicherweise schlicht darin begründet liegt, dass ich Webstoff-Röcke nicht gerne trage? Für diese Kategorie heißt es also: Mal wieder ein kleinformatscher „Origami“ – und FrauAntje!

Schließlich und endlich – nicht zu vergessen: Die japanischen Schnittmuster-Bücher.

Lieblingsschnitte

Und dieser Stapel ist nicht komplett! Es handelt sich also um eine echte Liebhaberei – und um beste Erfahrungen. Ich habe in den vergangenen Posts zu dieser Reihe die Bilder bereits gezeigt – klickt einfach auf das Label „Japanisch nähen“, so kommt Ihr auf die dazugehörigen Beiträge im Blog. Diese Schnitte kommen meinen Vorlieben entgegen: Sie sind schlicht und zurückhaltend, sie lassen Stoffe gut wirken, sie sind durchdacht und exakt. Ich kombiniere gerne Tuniken zu schmalen Hosen – und nicht zuletzt: Die Schnitte passen in der Regel ohne jede Änderung, weil der Zuschnitt auf eine Körpergröße von 1,60m mir entgegenkommt. Dieses Lieblingskleid (ich zeige es zu gerne immer wieder) ist auf den Millimeter nach Schnitt genäht – bei kaum einem anderen Schnitt wäre ich um die Längenänderung herumgekommen:

LiegengebliebenFür meinen Blick sind die Proportionen perfekt – das Verhältnis von Ober- und Unterteil, der tiefe Sitz des Taillenbandes, Ärmel- wie Saumlänge.

Wer ein wenig neugierig auf die japanischen Schnitte ist, den möchte ich bitten, beim :: stoffbüro :: mit dran zu bleiben: Nachdem nun endlich auch einige deutschsprachige Versionen der Schnittmuster-Bücher vorliegen, laufen hier die Vorbereitungen zu einem kleinen Sew-Along, der bald auf dem Tanoshii-Blog starten soll. Seid herzlich eingeladen!

Und seid ebenso herzlich eingeladen, Euch Tessas Präsentation ihrer Lieblingsschnitte anzusehen – zum „Königkind“ schicke ich nun diesen Beitrag, und auch Euch, denn dort könnt Ihr einige Schnitte gewinnen!

In der kommenden Woche soll es um Stoffe gehen – darauf freue ich mich, natürlich, ganz besonders!

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3 Kommentare zu “Grundsätzliches (4): Lieblingsschnitte

  1. Boah, was für ein Stapel japanischer Schnittmuster bzw Bücher. Gibt es eigentlich auch Scandinavian Sewing? Die würde ich dann vielleicht ohne Änderungen nähen können? Hmmm. Nicht nur Dein Blick sagt, dass das Kleid gut passt. Echt toll. Kannst es auch gerne nochmals zeigen. Liebe Grüße, Elke

  2. Oh ja, viele deiner Lieblingsschnitte sind auch bei mir hoch im Kurs. Ich liebe die Schnitte von Schnittreif/Fritzi, sowohl für mich als auch fürs Kind: schlicht, klassisch und doch besonders. Den Kleiderschnitt habe ich hier auch in Planung, aber wohl erst für die Zeit NACH dem Baby, im Moment sieht der Tunnelzug am Bauch wohl eher nicht so gut aus. Für die Tochter habe ich gerade eine Sally angeschnitten. Bin gespannt 😉
    Japanische Schnitte gefallen mir an anderen immer sehr gut, aber ich bin dafür wohl eher zu kurvig. Ich befürchte immer, dass sie zu sackig an mir aussehen…
    Ich schicke dir liebe Grüße,
    Maarika

    • Liebe Maarika,

      „Sally“ – aber klar! Es würde mich sehr freuen, eine Variante bei Dir zu sehen… Ein wirklich hübscher Schnitt!

      Die Sache mit der „Sackigkeit“ der Japan-Schnitte ist durchaus eine „Gefahr“, ich denke aber, wenn man sich die Schnitte ansieht, kann man mit dem ein oder anderen Taillenbändchen usw. arbeiten… In nächster Zeit wird es da hoffentlich viel zu sehen geben, und vielleicht lässt sich der ein oder andere neue Liebhaber gewinnen 😉

      Liebe Grüße
      Catrin

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