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Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen

Ein Kommentar

Mein letzter Beitrag zum Sewing Duet mit Sindy endete mit der Frage nach dem Taschentyp, der meinen Blazer zieren soll. In dieser ganzen Paspeltaschen-Sache lag ein Großteil meiner Nervosität; wahrscheinlich werden in den nächsten Wochen noch Herausforderungen auf mich zukommen, von denen ich momentan nichts ahne – aber das Taschen-Problem war mir vorher schon bewusst.

Einfache Paspeltaschen, wie hier die Hosentasche eines meiner Hosenanzüge (gekauft, natürlich!, bitte keine Missverständnisse):

Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen

… kamen nicht in Frage – eine Jackentasche muss eine Klappe haben. (Entschuldigt für den gesamten Post bitte die grausame Bildqualität. Ich habe nicht bei Tageslicht genäht und fotografiert, außerdem lassen sich die dunklen Stoffe ohnehin nur sehr schlecht ablichten, wenn man Details erkennen möchte.)

Zur Auswahl stand also beispielsweise eine Paspeltasche mit eingesetzter Klappe, wie sie eigentlich im Schnitt auch vorgesehen wäre:

Sewing Duet: Taschen, Taschen, TaschenSewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen

Oder aber eine Klappentasche ohne Paspel über der Klappe:

Sewing Duet: Taschen, Taschen, TaschenSewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen

Mein Oberstoff, ein marineblauer Köper, ist sehr dick, deshalb schreckte ich vor allzu filigraner Arbeit zurück. Die Entscheidung fiel für eine solche Klappentasche ohne Paspel oben.

Mein Kurs findet mittwochs statt, so dass er in der vergangenen Woche der Deutschen Einheit zum Opfer fiel. Also habe ich zum Nähen das bereits erwähnte Burda-Buch Nähen leicht gemacht zur Hand genommen, und bin Schritt für Schritt der Anleitung gefolgt. Ja, liebe Steffi: Das Buch steckt voller Fachbegriffe, und es ist sicher nicht für Nähanfänger geeignet. Mir scheinen allerdings die Burda-Anleitungen in der Zeitschrift häufig sehr knapp, beinahe als würden sie stichwortartig auf eben dieses Buch verweisen. Für mein Vorhaben hat sich die Anschaffung definitiv gelohnt; die einzelnen Taschentypen sind sehr genau beschrieben und präzise bebildert. (Und auch für später: für die Briefecken an den Ärmelschlitzen, für das Einsetzen der Ärmel usw.)

Und ja, liebe Ina: Ich habe mich sehr brav an die Anleitung gehalten und versucht, so exakt wie möglich zu arbeiten – Heftfaden und Kreidestift stets zur Hand. Leider sind die Fotos wahrscheinlich nicht sehr aussagekräftig (bitte Klicken zum Vergrößern).

Die entsprechenden Linien auf die rechte Stoffseite durchgeheftet…

Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen… die Taschenklappe exakt entlang der oberen Linie festgesteppt…

Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen… den Paspelstreifen geheftet und von der linken Seite aus entlang der unteren Linie festgesteppt…

Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen… die Schnittlinien zuerst eingezeichnet und dann aufgeschnitten…

Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen… die Paspel zurecht gebügelt, auf die linke Seite gezogen und einen Teil des Taschenbeutels angenäht…Sewing Duet: Taschen, Taschen, TaschenSewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen… die Nahtzugabe der Taschenklappe nach innen gezogen, daran den zweiten Teil des Taschenbeutels genäht, die Dreieckchen vom Einschneiden per Hand am Paspelstreifen fixiert, die Taschenbeutel zusammengenäht – et voilà:

Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen(Stellt Euch den Stoff bitte marineblau vor.)

Klappe hoch, ein Blick nach innen (und hier stimmen auch die Farben):

Sewing Duet: Taschen, Taschen, TaschenFazit: Für einen ersten Versuch bin ich sehr zufrieden. Wenn man ganz pingelig hinsieht, passt die ein oder andere Ecke nicht haargenau – das verzeihe ich mir im Hinblick auf die Dicke des Oberstoffes. Die Rückseite der Taschenklappe habe ich aus Futterstoff zugeschnitten, dabei die Nahtzugaben ein wenig kleiner gelassen als beim Oberteil der Klappe (den Futterstoff also beim Zusammennähen von Ober- und Unterseite der Klappe leicht gedehnt, so dass am Ende die Kanten des Oberstoffs ein wenig nach innen ‚gebogen‘ werden). Leider spitzt das Futter auf der Seite der Klappe dennoch mehr heraus, als ich wollte – vielleicht auch dies wieder aufgrund der Festigkeit meines Oberstoffs (der noch zusätzlich mit Einlage verstärkt ist).

Nun stünde die Pattentasche für’s Einstecktüchlein an; weil ich nicht unbedingt ein Taschenbeutelchen brauche, hat die Kursleiterin vorgeschlagen, nur die Patte anzunähen, und nichts aufzuschneiden. Wie sie das gemeint hat, sprengte in jenem Moment meine Vorstellungskraft, das müsste sie mir nochmal erklären.

Jetzt lege ich den Oberstoff-Rumpf erst einmal beiseite und schneide das Futter zu. Nahtzugaben? 1,5cm. An der vorderen Kante aber 2,5cm, falls es beim Zusammensetzen von Futter und Oberstoff einer kleinen Reserve bedarf. Die Extra-Weite für die Bewegungsfalte in der rückwärtigen Mitte darf ich nicht vergessen – und muss vorher noch nachfragen, ob es auch möglich wäre, das Rückenteil im Stoffbruch zuzuschneiden (also ohne rückwärtige Teilungsnaht). Das würde mir mit dem gemusterten Futterstoff das Zuschneiden erheblich erleichtern.

Ah!, nicht zu vergessen: Auf dem Stoffmarkt habe ich Knöpfe gefunden – nicht ganz meine Traumknöpfe, aber immerhin habe ich nun welche. (Weil bei mir häufig die Knöpfe am Anfang eines Nähprojekts stehen, hatte es mich doch in erheblicher Unruhe gelassen, in derart ‚fortgeschrittenem‘ Stadium noch keine zu haben!)

Sewing Duet: Taschen, Taschen, TaschenFalls mir bei anderer Gelegenheit noch welche ins Auge stechen, die mir besser gefallen, stünde mir das ja immer noch offen.

Im Gegensatz zu mir ist Sindy bezüglich der Knöpfe sehr entspannt. Und wie steht’s um den Blazer sonst so?

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Ein Kommentar zu “Sewing Duet: Taschen, Taschen, Taschen

  1. Ich bin schon mal begeistert und ganz gespannt wie es weiter geht.
    lieber Gruß
    dodo

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