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Yeah. Wow. Bäm.

4 Kommentare

Diesem Post würden tausend Titel stehen.

„Japanisch nähen, die Erste“.

„Sieg der Mathematik“.

„Die Lösung (fast) aller Probleme“.

Aber die erste Reaktion ist doch die authentischste: „Yeah. Wow. Bäm.“

"Vêtements faciles...", Modell 13/18, "Simple Sweat"

Nein – es handelt sich nicht um überzogenes Lob der eigenen Nähkünste. Dieses Shirt war eigentlich nur als Schnittmuster-Test gedacht. Resultat: „Yeah. Wow. Bäm.“ Passt!

Die regelmäßig zu engen Halsausschnitte selbstgenähter Shirts habe ich bereits problematisiert. Das ist besonders frustrierend, wenn man Zeit und Nähleidenschaft in ein Kleidungsstück gesteckt hat.

Beim Durchblättern eines meiner jüngst erworbenen japanischen Schnittmusterbücher, beim Ausmalen der ersten Projekte und Vermessen fiel mir Folgendes auf: Die von der Weite her notwendige Größe 100 sieht einen Kopfumfang von 53cm vor. Da wären sogar noch 3cm Spiel!

So habe ich meinen frisch gebackenen Standard-Shirt-Schnitt dort gefunden, wo ich ihn am wenigstens vermutet hätte: Denn diese japanischen Bücher legt man sich wohl nicht unbedingt wegen eines Schnittes für ein Langarm-Shirt zu, sondern eher wegen aparter Blüschen, Röckchen und Hütchen (von denen auch schon einige auf meiner Nähliste stehen).

„Japanisch nähen“ betreibe ich ohnehin in der entschärften Variante: Ich habe mir französische Bücher zugelegt, weil die einfacher zu bekommen sind und außerdem (für mich) leichter verständlich. Dabei habe ich aber direkt gemerkt, dass allein schon die detaillierte Bebilderung bestens erklärt. Dies hier ist Modell 13 bzw. 18, „Simple Sweat“, aus Vêtements faciles Filles & Garçons von Noriko Onoda und Atsuko Maruyama. In dem hübschen Buch findet man Jungs-, wie Mädchen-, wie Unisex-Teile, Hemden, Blusen, Röcke, Shorts – in den Größen 90 bis 130. Sie haben alle sehr aparte Details, wie beispielsweise das Halsbündchen dieses Shirts (die verzogenen Streifen bitte meiner Einarbeitungsphase ins Overlocken zuschreiben):

"Vêtements faciles...", Modell 13/18, "Simple Sweat"

„Facile“ ist dabei ein dehnbarer Begriff – wirklich anfängertauglich erscheinen mir nicht alle Modelle. „Facile“ ist auch die Auswahl nicht: Ich könnte glatt alles daraus nähen.

Ein kleines Stückchen Text noch hintendran: Die Tortenspitzen-Applikation entstand nach dem Doily Heart Shirt Tutorial von Dana.

"Vêtements faciles...", Modell 13/18, "Simple Sweat"

Und dieser Post hüpft direkt zum Tanoshii Treffen – seht Euch die gesammelten japanischen Nähereien mal an!

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4 Kommentare zu “Yeah. Wow. Bäm.

  1. Yeah! Das sieht wirklich toll aus! Und die Lösung mit dem Halsausschnitt gefällt mir sehr.
    Danke für den Tipp zum Buch – klingt sehr interessant, bloß ist mein Französisch miserabel. Da müsste ich den Herzliebsten nerven, dass er mir ständig übersetzt…
    LG Steffi

    • Sprachlich wäre das bestimmt überhaupt kein Problem. Wenn man ein bisschen Näherfahrung hat, reicht die detaillierte Beibilderung wirklich aus! Für Mädchen gibt es eine umwerfende Auswahl japanischer Schnittmusterbücher (von den Damenschnitten mal ganz abgesehen) – und tatsächlich findet man auch einiges für Jungs, was ansonsten oft eher rar ist.
      Liebe Grüße!

  2. Wunderhübsch! Und passend. Perfekt! :.)

  3. das gefällt mir richtig gut! kenn ich das buch? muss gleich mal bei dir stöbern:-)
    glg andrea

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