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„So lala“, aber immerhin…

3 Kommentare

… abgeschlossen.

Ich spreche von der Cargojeans aus der aktuellen Ottobre (1/2012, Modell 18), die ich am letzten Creadienstag begonnen hatte. Ich schiebe meine näherischen Misserfolge ungerne auf Dritte – sei es die unzureichende Maschine, die bei mehrlagigem Denim zickt, oder sei es die mangelnde Qualität der Anleitung. Aber in diesem Fall möchte ich gerne beides geltend machen dürfen.

Insbesondere letzteres: Ich halte gerne die Ottobre-Fahne hoch, und hatte noch kein einziges Mal Schwierigkeiten mit den Anleitungen, die gelegentlich etwas eigenwillig übersetzt sind. Bei dieser Cargojeans muss ich jedoch leider sagen: Da war von Anfang an der Wurm drin. Im Schnittmuster fehlte die ein oder andere Beschriftung, und die Reihenfolge der Arbeitsschritte, die die Anleitung vorsieht, ist teilweise grober Unfug. Folgsam und brav wie ich bin, habe ich mich daran gehalten: „Die werden schon wissen, was sie tun“, um dann wieder aufzutrennen, zu fluchen, neu zu nähen.

Cargojeans

Aber sei’s drum – die Hose ist fertig, das Kind wieder mal beglückt, und die Applikationen aus der neuen Stoff&Stil-Kollektion passen perfekt. Da kann man über manche krumme Naht hinwegsehen.

Cargojeans

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3 Kommentare zu “„So lala“, aber immerhin…

  1. Das, was man sieht, sieht aber klasse aus! Die Taschen sehen bei dir irgendwie kleiner und hübscher aus als in der Zeitschrift, beim Nähen hätte ich persönlich sie wohl ganz weggelassen, aber sag mal, was war denn so das größte Problem? Nur, falls ich die Hose auch nähe…?

    Liebe Grüße enim sou

    • Liebe enim sou,

      das größte Problem wäre wohl tatsächlich damit gelöst, die Taschen wegzulassen. Wenn man in der Reihenfolge näht, die die Anleitung vorsieht, kommt man nicht mehr richtig dran, um die Taschen aufzusetzen: Die Seitennähte müssen geschlossen sein, das ist logisch – aber zu diesem Zeitpunkt sind die Beininnennähte auch schon genäht. Also habe ich die Beininnennähte noch einmal aufgetrennt. Wann die Schrittnaht komplett geschlossen werden soll, dazu verliert die Anleitung kein Wort. Das war nicht meine erste Jeans, man kennt ja dann das übliche Vorgehen, aber für diejenigen, für die es der erste Versuch ist, wäre die Anleitung unvollständig.

      Zweitens hätte es unschöne Außenkanten gegeben, wenn man die Taschen nur nach Anleitung genäht hätte – also offenliegende Stoffkanten oben an den Seitenstreifen. Die habe ich dann nach innen gestürzt und abgesteppt.

      Und schließlich sage ich mir jedesmal, wenn ich eine Hose nähe – nie wieder. Der Aufwand beim Selbernähen einer eigentlich „klassischen“ Jeans ist einfach nicht gerechtfertigt.

      Aber ach, wenn’s dann fertig ist, ist doch der ganze Ärger auch schnell verraucht…

      Liebe Grüße!

  2. Vielen Dank, das ist ganz lieb, dass du dir die Mühe gemacht hast, alles aufzuschreiben.
    Ich habe so eine Hose noch nie genäht, weil es einfach zuviel Aufwand scheint, aber besser ist es, man macht es selber – gegen den Konsumzwang :). Vielleicht habe ich ja mal Lust, so ein Heft muss sich ja auch lohnen ;).

    Liebe Grüße, enim sou

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