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Verpacken mit Stoff | #stoffbüroadvent2017

Verpacken mit Stoff | Furoshiki

Hinter dem gestrigen Türchen des Stoffbüro-Adventskalenders versteckte sich ein Free Printable von Steffi – mit zauberhaften Geschenkanhängern. Heute geht es weiter mit Verpackungsideen, und alles dreht sich um die Frage: Warum Geschenkpapier kaufen, das nach der Bescherung dann zum hoffnungslos überfüllten Altpapiercontainer geschafft wird? – Wenn man doch aus dem, was man zuhause hat, was man sammelt und aufbewahrt, hübsche Geschenkverpackungen zaubern kann, die für sich alleine genommen schon ein Geschenk sind, und die, im besten Fall, Einzug halten in den Alltag des Beschenkten.

Geschenkverpackung aus Stoff

So dient dieses Säckchen wohl mittlerweile als Handytäschchen, wie ich erfahren habe.

Diese Säckchen nähe ich sehr gerne – die Maße können prima dem jeweiligen Geschenk angepasst werden, und in einem Haushalt, in dem viel genäht wird, findet sich eines garantiert: Ein geeigneter Stoffrest. In diesem Fall gab es eben einen individuellen Plot, die etwas resignierte Banane aus Petras Serie „Fruchtig und frech“ (hier im Shop).

Was mich aber, seit meiner ersten Annäherung vor drei Jahren, nicht losgelassen hat, sind: Furoshiki – quadratische Tücher also, die, durch unterschiedliche Wickel-, Binde- und Knotentechniken zum Verpacken von Geschenken dienen; aus denen aber, bei entsprechender Größe, tatsächlich auch Taschen und Beutel geformt werden können.

Warum also nicht ein Näh-Buch einschlagen in ein passendes Stück Stoff, das direkt für’s erste Projekt, das aus dem Buch umgesetzt wird, Verwendung finden kann?

Verpacken mit Stoff | Furoshiki

Auch im Küchenbereich finden sich vielerlei Verwendungsmöglichkeiten für Tücher.

Verpacken mit Stoff | Furoshiki

Das fröhliche Apfel-Furoshiki aus einem Stoff von Dominique ist ca. 55x55cm groß. Es begleitet mich künftig in die Mittagspause – also Hülle für meine Bento-Box, und als Unterlage gegen Saucenspritzer.

Verpacken mit Stoff | Furoshiki

Verpacken mit Stoff | Furoshiki

Die einzelnen Techniken und Möglichkeiten sind rasch im Internet recherchiert – hier findet Ihr zum Beispiel einen guten Überblick, besonders im Hinblick auf den Nachhaltigkeitsgedanken.

Verpacken mit Stoff | Furoshiki

Unbedingt ausprobieren wollte ich eine Verpackung für eine Flasche – nachdem ich diese länglichen, glitzrig bedruckten Geschenktüten schon immer recht befremdlich fand, sie aber stets pflichtbewusst aufgehoben habe – man könnte sie ja mal weiterschenken… Das aber habe ich tatsächlich nie getan, wegen eben jenes Gefühls der Befremdlichkeit.

Verpacken mit Stoff | Furoshiki

Dieses Leinen-Tuch ist ca. 70x70cm groß. So mag ich Flaschen gerne verschenken – und am oberen Knoten lassen sie sich wunderbar tragen.

Seid herzlich eingeladen, ein wenig zu experimentieren: Mit Stoffen, vielleicht mit eigenen Drucken auf Stoffe, mit Shibori-Färbereien, nach dem Tutorial von Miriam? Mit verschiedenen Knoten- und Wickeltechniken – und am Ende einem hübschen Geschenkanhänger, aus dem Free Printable von Steffi.

Viel Spaß beim Geschenke-Verpacken!

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Freebie Geschenkanhänger | Fabelwald | #stoffbüroadvent2017

Nun sind es wirklich nur noch wenige Tage bis Weihnachten – so langsam heißt es also, die Gedanken zu richten auf’s Verpacken, auf’s Geschenke-Einschlagen, -Einwickeln, -Umschnüren. Geheimnisvolles Rascheln hinter der mit mahnendem Zeigefinger geschlossenen Tür: „Bitte in den nächsten 20 Minuten nicht reinkommen…“ – das kennt Ihr alle. Von vor und hinter der Tür. Weihnachtsstimmung!

Freebie Geschenkanhänger | Fabelwald | #stoffbüroadvent2017

Und so raschelt und tuschelt und kruschelt es nun also auch beim #stoffbüroadvent2017…

Freebie Geschenkanhänger | Fabelwald | #stoffbüroadvent2017

Steffi von Fabelwald hat ein zauberhaftes Freebie für Euch vorbereitet: Ein PDF mit vielen hübschen, winterlichen Geschenkanhängern…

Freebie Geschenkanhänger | Fabelwald | #stoffbüroadvent2017

Das PDF hat DIN-A4-Format, so könnt Ihr es ganz einfach ausdrucken – auf weißes Papier, oder auf buntes, direkt auf dickeres, oder auf dünneres, das Ihr dann mit Motivpapier kombiniert… Und, und, und.

Freebie Geschenkanhänger | Fabelwald | #stoffbüroadvent2017

Stilvoll-schlicht, dabei sehr herzlich – einfach unverwechselbarer Fabelwald-Stil. Vielen lieben Dank, Steffi!

Das Freebie könnt Ihr hier herunterladen. Noch mehr Freebies aus Steffis Feder findet Ihr übrigens auf ihrer Fabelwald-Seite (hier): Von Applikationsvorlagen, über Schnittmuster, bis hin zu Malbüchern. Mit einem hübschen Ausmalbild lassen sich die Kleinen sicher auch beschäftigen, bis Ihr mit dem Verpacken fertig seid…

Freebie Geschenkanhänger | Fabelwald | #stoffbüroadvent2017


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#tücherteilenimadvent | #stoffbüroadvent2017

Zwei Hashtags in einer Überschrift? Richtig! Denn hinter dem 15. Türchen des Stoffbüro-Adventskalenders – und hinter dem 16. und 17.! – versteckt sich eine Gemeinschaftsaktion der Stoffbüro-Crew, die Ihr unter dem Hashtag #tücherteilenimadvent auf Instagram mitverfolgen könnt. Und Mitmachen und Mitteilen könnt Ihr natürlich auch!

Denn: Geteilter Stoff ist doppelte Freude. Was zunächst auf der Hand zu liegen scheint, macht dann vielleicht ein wenig stutzig – um hernach wiederum völlig logisch und nachvollziehbar zu sein.

#tücherteilenimadvent

Herzlichen Dank für das wundervolle Foto an Änni („ännisews“)
und Claudia („ganz mein ding“)!

Hier geht es um ein schnelles, einfaches und dabei sehr herzliches Geschenk: Um ein Dreieckstuch – eins von zweien. Um ein Stück Stoff, das Ihr mit einer lieben Freundin (der Schwester, Mutter, Cousine, Tochter, Nichte…) teilen könnt – aus dem zwei Tücher entstehen, die zusammengehören, und doch auch ganz unterschiedlich gestaltet werden können.

Im Blog habe ich das übrigens hier schon einmal gezeigt – danach haben uns derart viele begeisterte Anfragen erreicht (herzlichen Dank!), dass wir beschlossen haben, das Thema noch einmal aufzugreifen.

Stoffwahl und Stoffmenge

Als Stoff eignen sich grundsätzlich Stoffe mit einer ’schönen‘ Rückseite. Bei Drucken auf weißem Grund fällt die ja meist nicht sehr attraktiv aus. Von der Haptik her kommt prinzipiell alles in Frage, was Ihr Euch als Tuch vorstellen könnt. Klar, die Stichworte lauten da vorrangig „weich“, „kuschelig“, „anschmiegsam“…

Wir haben es bislang vor allem mit Double-Gauze-Stoffen getestet: Mit in der Regel sehr weichen Webstoffen also, die aus zwei dünnen Lagen bestehen, die stellenweise miteinander verwebt sind.

Für den Winter haben wir uns auch an die Jacquard- und Sweatstoffe aus den Stoffbüro-Kollektionen gewagt. Diese Stoffe werden aus gefärbten Bio-Baumwoll-Garnen gestrickt, so dass sie auch eine hübsche Rückseite aufweisen. Sie sind sehr weich und wärmen gut, dabei sind sie aber auch leicht genug, um nicht zu sehr aufzutragen.

Die Jacquard- und Sweatstoffe liegen ca. 150cm breit – für das fertige Dreieckstuch bedeutet das: Die beiden kurzen Seiten, die sich an der Spitze in einem rechten Winkel treffen, haben eine Kantenlänge von ca. 150cm. Sehr großzügige Tücher also – dazu unten mehr. Die Double-Gauze-Stoffe liegen in der Regel ca. 110cm breit, so dass die kurzen Kanten ca. 110cm lang sind: Leichte, „fluffige“ Tücher für’s ganze Jahr – ausgefallene Accessoires und unverzichtbare Begleiter auf jeder Reise.

Die Stoffmenge, die Ihr für zwei Tücher benötigt, ist ganz einfach bestimmt: Ihr braucht in der Länge 1x die Stoffbreite – von den Double-Gauze-Stoffen also ca. 110cm, von den Sweat- und Jacquard-Stoffen ca. 150cm. So habt Ihr ein quadratisches Stück Stoff.

Wie teilen?

Es ist sicher keine Hexerei, ein Quadrat diagonal in zwei Dreiecke zu teilen. Dennoch möchte ich Euch die schnelle Methode der Stoffbüro-Crew zeigen: Beim Crew-Treffen im November grübelten ein paar Damen über dem Zuschneidetisch – wie kann man den Stoff in den Bruch legen, wo muss man das Lineal ansetzen usw.? Und sie waren sich einig: So ist es am einfachsten!

#tücherteilenimadvent

Ihr legt den Stoff diagonal zusammen – Webkante auf Schnittkante.

#tücherteilenimadvent

Nun setzt Ihr das Lineal im rechten Winkel in der Mitte der langen Seite an, so dass die Linie zur rechtwinkligen Ecke führt.

#tücherteilenimadvent

Wenn Ihr den Stoff an dieser Linie auseinanderschneidet, erhaltet Ihr zwei Dreiecke – die Ihr nur noch mit einem Rollsaum versehen müsst.

Rollsaum

Nun beginnt die Suche nach der Bedienungsanleitung Eurer Overlock-Maschine. Sobald die Suche erfolgreich abgeschlossen ist, kann es losgehen!

#tücherteilenimadvent

Einmal Rollsaum an alle Kanten also! Damit sich der Stoff an den Kanten nicht wellt, stelle ich den Differentialtransport der Maschine entsprechend ein.

#tücherteilenimadvent

Der Effekt ist nun, dass das Tuch tatsächlich mit etwas „zusammengeschobener“ Kante aus der Maschine kommt:

#tücherteilenimadvent

Diese Kante ziehe und streiche ich glatt, und so liegt sie am Ende gerade und ungewellt.

#tücherteilenimadvent

Am besten macht Ihr eine Testnaht an einem Reststück, um die passenden Einstellungen für Eure Maschine und Euren Stoff zu ermitteln.

Auch die Webkanten – obwohl sie nicht mehr fransen – versehe ich mit einem Rollsaum. Ein hübsches Insider-Detail für den Stoffnerd ist sicherlich die Beschriftung der Webkante, die dann gerne nicht weggeschnitten wird.

Double Gauze | Dreieckstücher

Bei den ersten Tüchern habe ich die Oberlock-Raupen einfach abgeschnitten. Das führt dazu, dass sich die Nähte an den Enden nach einer Weile minimal aufribbeln. Mich stört das nicht – aber man kann die Raupen natürlich auch vernähen.

#tücherteilenimadvent

Nun könnt Ihr die Tücher direkt verschenken – oder noch nach Herzenslust ganz individuell verzieren, mit Perlen, Quasten, kleinen Handstickereien, Plots…

Änni | "ännisews"

Änni | „ännisews“

Tücher aus Sweat und Jacquard

Die Tücher aus Sweat und Jacquard fallen recht groß aus – und sehr gemütlich! Wem das am Ende aber zuviel Stoff ist, oder wem die Zipfel zu lang sind, der kann selbstverständlich den Stoff ein wenig kürzen. Bei einem Streifensweat habe ich das einfach entlang der Streifen getan, so dass ich einen geraden Schnitt setzen konnte.

#tücherteilenimadvent

Ungekürzt sieht ein Tuch aus Streifenliebe-Sweat so aus:

Andrea | "frau maerz"

Andrea | „frau maerz“

Tessa von „hejloewe“ hat das große Dreieck direkt doppelt gelegt – links auf links – und die Kanten mit der Coverlock zusammengenäht: Ein weiches, kuscheliges Wintertuch…

Tessa | "hejloewe"

Tessa | „hejloewe“

Nun schicke ich mein herzliches Dankeschön an die Stoffbüro-Crew, für all die wundervollen Tücher und herzlichen Bilder! Und Euch lade ich ein, auf Instagram dranzubleiben, wenn es heißt: #tücherteilenimadvent – wir wünschen Euch viel Spaß an diesem Wochenende, das ganz im Zeichen zerschnittener Stoffquadrate steht…


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A Tribute to…

Ja, liebe Petra, das musst Du jetzt einfach aushalten.

Denn es ist natürlich kein Zufall, dass sich Deine Projekte, Deine Entwürfe, Deine Motive in den folgenden Bildern gleich im Dreierpack finden.

pedilu | "Hot Chocolate

Wahrscheinlich mag ich sie einfach. Ja, das könnte sein.

pedilu | "Hot Chocolate

Bei den Plotterdateien weiß ich einfach: Die hat ein Profi gemacht, das funktioniert. Der Plotter ist rasch fertig, das Entgittern ist rasch erledigt. Naja gut – mit Ausnahme der Bügelperlen wohl. Aber das nehme ich auf meine Kappe!

pedilu | "Hot Chocolate

Und weil sie sich nicht nur so schnell und sorgenfrei umsetzen lassen, sondern dazu auch noch hübsch aussehen, verschenke ich sie jetzt: 3x „Hot Chocolate“ auf Untersetzern. In wohligem Gold auf warmem Schokobraun, mit weihnachtlichem Rot.

In drei Yummy-Schokomilch-Versionen…

pedilu | "Hot Chocolate

Ich glaube, ich pack noch eines der Teelicht-Gläschen mit der Bügelperlen-Schneeflocke dazu…

pedilu | "Fruchtig und frech" | Tasse

Die Tassen behalten wir aber! Vermutlich muss ich noch einen Satz passender MugRugs nähen…

pedilu | "Fruchtig und frech" | Tasse

Solange wird eben die neue Festtagstischdecke bekleckert…

pedilu | "Fruchtig und frech" | Tasse

Und wenn die Flecken nicht rausgehen – plotte ich einfach ein Pedilu-Motiv darüber!

(Die Tassen sind übrigens nicht beplottet! Ich habe sie in Petras Spreadshirt-Shop erstanden. Lieblingsmotive in Lieblingsfarben, zu klein gewordene Lieblingsshirts von hier und hier nun, gewissermaßen,  auf dem Frühstückstisch…)

Petras Plotterdateien und Schnittmuster findet Ihr hier im Stoffbüro-Shop. Ganz neu sind die Serie „Hot Chocolate“ – und das Bügelperlen-Schneeflocken-Freebie. Das Tangram-Freebie – passend zu den Tangram-Jacquards, die Petra entworfen hat – gibt es hier.

Viel Freude beim Stöbern! Ich mache es mir jetzt erstmal gemütlich – mit einer Tasse Tee…


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Plotter-Freebie „Schneeflocken“ | #stoffbüroadvent2017

Der 13. Dezember, das 13. Türchen des Stoffbüro-Adventskalenders… Und was verbirgt sich dahinter?

Plotter-Freebie | Schneeflocken

Plotter-Freebie | Schneeflocken

Ein Freebie für alle Plotter- und Bügelperlen-Fans!

Plotter-Freebie | Schneeflocken

Plotter-Freebie | Schneeflocken

Petra von „pedilu“ hat für’s Stoffbüro wieder gegrübelt und probiert – herausgekommen sind drei Schneeflocken im Bügelperlen-Look, die Ihr hier im Stoffbüro-Shop als Freebie bekommt. Herzlichen Dank, liebe Petra!

Ich habe nicht nur Teelicht-Gläschen mit Vinylfolie verziert, sondern auch weihnachtliche Geschenkesäckchen genäht…

Plotter-Freebie | Schneeflocken

… und kleine Anhänger:

Plotter-Freebie | Schneeflocken

Plotter-Freebie | Schneeflocken

Was verziert Ihr mit den Schneeflocken? Das Plotter-Freebie könnt Ihr Euch hier im Shop holen.

Plotter-Freebie | Schneeflocken

Dominique von „Kreamino“ wusste sofort: Das muss ein Schnee-Pulli werden – samt passender Mütze!

Dominique | "Kreamino"

Dominique | „Kreamino“

 

Und Kathrin von „Naadisnaa“ hat winterliche Deko geschaffen, die sicher auch nach Weihnachten bleiben darf. – Was für eine zauberhafte Recycling-Idee!

Kathrin | "naadisnaa"

Kathrin | „naadisnaa“

Kathrin | "naadisnaa"

Kathrin | „naadisnaa“

Lieben Dank an Euch zwei!


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Tutorial: „Shibori“ | „Mecki macht“ | #stoffbüroadvent2017

Tutorial-Tag beim #stoffbüroadvent2017! Es freut mich sehr, dass sich Miriam von „Mecki macht“ gewinnen ließ, um für den Adventskalender eine Anleitung für die japanische Färbetechnik „Shibori“ auszuarbeiten. Seht Euch unbedingt mal ihren Instagram-Account an, dort zeigt sie ihre Nähprojekte und DIY-Experimente – nicht zu vergessen die Insta-Nähabende mit viel Schwarmintelligenz zum jeweiligen Thema.

Ganz herzlichen Dank also, liebe Miriam, für den Gastbeitrag zum #stoffbüroadvent2017 und das tolle Tutorial zu „Shibori“!

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"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Was für ein geschäftiges Treiben im Advent: neben Plätzchenbacken und Nikolausschuhen treibt uns die Idee um, passende Geschenke für unsere Lieben zu finden, die große Freude bereiten… und die wir möglichst so noch nicht in den vergangenen Jahren überreicht haben. – Im Türchen heute steckt eine DIY-Idee, die sich hervorragend zu Geschenken weiterverarbeiten lässt und garantiert individuell ist und auch nicht einfach in einer Dekoartikel-Kette in der Fußgängerzone hätte geshoppt werden können:

Shibori ist eine japanische traditionelle Färbetechnik von Textilien mit dem pflanzlichen Farbstoff Indigo, die ganz unterschiedliche Designs erzeugt durch verschiedene Wickel-, Abbinde- und Falttechniken.

Für den hoch motivierten DIY-Haushalt, der nach dem ganzen Stiefelfüllen und vor den Weihnachtsfeiern eine kleine kreative Verschnaufpause einlegen möchte, habe ich hier eine kurze Anleitung und gut durchzuführende Techniken für Shibori zusammengestellt:

Welche Materialien brauchst Du:

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Zum Abbinden und Wickeln brauchst du Schnüre, Klammern, Schraubzwingen, Haushaltsgummis oder Loombands (endlich eine sinnvolle Weiterverwendung der Bastelvorräte), sowie Holzbrettchen oder kleinformative Holzplättchen. Auch mit einem runden Rohr gibt’s  einen schönen Effekt – hier kann auch ohne Probleme der Restbestand nach der letzten Hausrenovierung oder auch der defekte Gartenschlauch zum Einsatz kommen 😉

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Das traditionelle Indigo ist nicht überall erhältlich und bedarf auch einer besonderen Vorgehensweise – wer eher das Endprodukt im Blick hat und nicht unbedingt das traditionelle Handwerk, kann die handelsüblichen Textilfarben verwenden.

Am besten lassen sich Leinen und Baumwolle färben – wichtig ist, dass die Stoffe vorgewaschen sind, damit sie die Farbe auch tatsächlich und auch gut annehmen. Mit alten Herrenhemden als Upcyclingprojekt habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht und kann wirklich Leinen – gibt’s bei Catrin in weiß, natur oder braun – oder 100% Baumwolle empfehlen.

Ist dein Ausgangsmaterial nicht weiß, sondern beige oder braun, sind (natürlich) die hellsten Stellen nachher auch entsprechend und die gefärbten Stellen ebenfalls wie mit der Grundfarbe gemischt. Bei z.B. braunem Leinen erhältst du mit blauer Textilfarbe einen gedämpften dunkleren Blauton, den ich persönlich unheimlich gerne mag, aber eben nicht die klassische Farbwirkung hat, die man üblicherweise mit Shibori und Indigoblau verbindet. Im asiatischen Raum gibt es noch mehrere weitere Länder wie auch Indonesien, in denen ebenfalls diese Techniken praktiziert werden, allerdings auch in allen möglichen Farben gefärbt wird: in leuchtend gelb, grün, rot, pink, lila oder was auch immer du dir vorstellen kannst.

Also fühle dich völlig frei in deiner Gestaltungs- und Farbwahl und mache den Advent bunt.

Um ein zu starkes Ausfransen nach dem Waschen zu verhindern, versäuberst du idealerweise die einzelnen Stoffcoupons.

Das Bügeleisen ist für präzise Faltkanten praktisch.

Und jetzt geht´s los mit Wickeln und Falten:

Falttechnik 1:

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Im ersten Schritt wird dein angefeuchteter (!) Stoff wie eine Ziehharmonika (in Berg- und Talfalten) gefaltet – anschließend klappst du das eine Ende des Streifens um bis zur langen Kante: so entsteht ein Dreieck. – Das Stoffstück wenden und dasselbe dann in die andere Richtung wiederholen, bis die komplette Länge zu einem dreieckigen Türmchen gefaltet ist.

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Mit dem Bügeleisen erhältst du schärfere Kanten und damit ein gleichmäßigeres Färbeergebnis.

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Deine gefalteten und gegebenenfalls nochmals angefeuchteten Stoffteile werden mit Gummibändern oder auch mit Schraubzwingen oder Klammern möglichst fest zwischen zwei Brettchen fixiert.

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

So entsteht ein wirklich hübsches Rauten- oder Sternenmuster.

Das Grundprinzip ist leicht zu durchschauen: überall dort, wo die Farbe durch den Druck der Brettchen nicht so leicht an den Stoff gelangt, bleibt der Stoff ungefärbt – an den Kanten entsteht das intensivste Färbeergebnis.

 

Falttechnik 2:

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

Wenn das mit Berg- und Talfalten vorbereitete Stück nur der Länge nach gefaltet wird, entsteht ein Raster- oder Karomotiv.

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Ungefähr so kann das dann aussehen:

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

Wickeltechnik:

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

 

Der angefeuchtete Stoff wird um das Rohr oder einen anderen runden langen Gegenstand gewickelt und mit Schnüren in gleichmäßigen Abständen fest umwickelt und fixiert. In einem zweiten Schritt wird der Stoff auf dem Rohr zusammengeschoben, so dass eine enge Faltung zwischen den Schnüren entsteht.

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Mich erinnert das Muster immer an die Lichtreflexe auf Wasseroberflächen und ich bekomme immer direkt Fernweh und wünsche mich in sommerliche Sonnenstrahlen 😉

 

Abbindetechnik mit Gummibändern:

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Möglichst straffes Abbinden mit Gummibändern ergibt entsprechend kreisrunde helle Färbestellen bzw. Punkte.

Man kann auch noch experimentieren und Murmeln oder ähnliches mit abbinden…dazu lohnt sich der Gang ins Kinderzimmer und das Absuchen nach geeignetem Spielegerät…

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

Wow – jetzt hast du schon eine ganze Menge gewerkelt – also: Und ab damit ins Färbebad:

Die Textilfarbe sollte wie vom Hersteller beschrieben in möglichst heißem Wasser in einem Eimer oder einer Wanne angemischt und alle vorbereiteten Stoffe komplett eingetaucht werden. Ich lasse alle Teile immer möglichst 2 Stunden oder länger im Färbebad. Achtung: jede Packung Textilfarbe enthält genügend Farbpigmente für eine bestimmte Stoffmenge – packst du eine zu große Stoffmenge rein, wird dein Färbeergebnis schwach und die Stoffe bleiben recht hell oder man sieht womöglich gar kein Muster… oh je, da helfen nur Weihnachtsplätzchen zum Trost oder ein weiterer Tauchgang.

Und das Schönste kommt zum Schluss:

Du nimmst (mit Handschuhen gegen schlumpfblaue Hände) deine Päckchen alle aus dem Farbbad und wäschst sie unter fließendem Wasser aus – bzw. gehst entsprechend der Anleitung des Herstellers deiner Textilfarbe vor – anschließend waschen in der Waschmaschine und sich über die tollen Muster freuen! Oh ja, das ist fast wie Geschenke auspacken und echt spannend.

Ganz wichtiger Lerneffekt:

Nicht immer entspricht das Endergebnis der gedachten Idee und der Vorstellung, aber jedes einzelne Stoffstück ist nicht nur einzigartig, sondern auch schön – schließlich gilt für japanische Shiborimeister:

Bis nur eines der vielen möglichen Muster tatsächlich perfekt gelingt, sind mindestens 10 Jahre Übung notwendig! – Ich finde, das wirft ein ganz anderes Licht auf unsere tollen selbst gefärbten Stoffe. –

So, und dann?

Ich nähe daraus ganz unterschiedliche Sachen: Tischdecken, Utensilos, Handtaschen und Täschchen oder Kissen… Und welche Geschenkidee fällt dir noch dazu ein? – Hab einen wundervollen Advent mit ganz viel Glitzer, spannenden Momenten und wunderschönen Mustern.

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"

"Shibori" | Miriam | "Mecki macht"


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„BigSummer“ für den #stoffbüroadvent2017

Verfolgt Ihr den Stoffbüro-Adventskalender auf Facebook und Instagram? Seit dem 1. Dezember erwarten Euch dort täglich kleine Überraschungen – eine bunte Mischung, wie es sich eben gehört für einen Adventskalender.

Für das heutige Türchen konnte ich mich selbst einmal wieder an die Nähmaschine setzen, und endlich genau die Einkaufstasche nähen, die ich mir ausgemalt hatte…

"BigSummer" | Keko-Kreativ

Handlich wie geräumig, mit dem ein oder anderen Extra-Fach für Portemonnaie, Smartphone, Schlüssel.

"BigSummer" | Keko-Kreativ

Mit einem breiten Boden und bequemen Trägern, um die Einkäufe aus dem Supermarkt zum Auto zu tragen, und aus dem Auto ins Haus.

"BigSummer" | Keko-Kreativ

"BigSummer" | Keko-Kreativ

„BigSummer“ heißt der Schnitt – entworfen hat ihn Kerstin von „Keko-Kreativ“. Und nicht nur diesen, nein: Eine ganze Reihe von schlichten, sportlich-schicken und immer sehr durchdachten E-Books für diverse Taschen stammen aus ihrer Feder.

Und es freut mich ungemein, dass Ihr all diese E-Books nun im Shop findet – hier in der Kategorie „Digitales“. Auf meiner Liste stehen noch mindestens zwei: Und das, wo mir das Taschennähen bekannterweise nicht so leicht von der Hand geht.

Hinter dem 8. Türchen des Stoffbüro-Adventskalenders verstecken sich also die wundervollen E-Books von Kerstin – und das mit einem Rabatt von 40%! (Der Rabatt gilt nur heute, am 8.12.2017, auf shop.stoffbuero.de.)

Keko-Kreativ im Stoffbüro-Shop

Welches Modell ist Euer Favorit? Und auch wenn „BigSummer“ und das anstehende Weihnachtsfest nicht zusammen zu gehen scheinen – die Tasche ist so rasch genäht, und so vielseitig einsetzbar, dass sie bestimmt ein gutes Geschenk abgibt. Meine werde ich allerdings behalten: Nicht zufällig habe ich sie mit Schwimmsachen, und nicht mit Einkäufen fotografiert. Fragt sich bloß, welche Tasche ich für die Einkäufe verwende, wenn ich nach dem Schwimmen noch rasch beim Supermarkt halte. Da muss wohl eine zweite her…