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Oh, Else…

Die Else. Die Else… Oh, Else…

Es ist gar nicht so einfach, neu anzusetzen, wenn es um einen unverzichtbaren Klassiker auf meinem Näh-Tisch und in meinem Kleiderschrank geht. Und für jeden, der die Else noch nicht kennt, schmeißt Monika – „Frau Schneidernmeistern“ – eine Elsenparty, zum Elsenherbst unter Elsenschwestern.

Schneidernmeistern | Elsenherbst

 

Tatsächlich hatte ich Monika schon vorab händeringend abgesagt – die übliche Leier vom Zeitmangel… Als mich dann jedoch die hübsche Einladung erreichte – konnte ich es natürlich nicht lassen. Herzlichen Dank, Monika! Ich freue mich auf all die Elsenschwestern!

Schneidernmeistern | Elsenherbst

Aber was, bitte, ist das denn? Signature Style?

Schneidernmeistern | Elsenherbst

Trägt man das jetzt so? – Oder so?

Also, nein… Als wäre nicht ein silbern glitzernder Logo-Plot bereits eine hinreichend große Herausforderung für mich.

Schneidernmeistern | Elsenherbst

Dann doch lieber Else pur und basic.

Schneidernmeistern | Elsenherbst

Als Langarm-Shirt mit U-Boot-Ausschnitt, zu Joggingrock Etta. Eben: Crazy lazy.

Schön, dass Du wieder da bist, liebe Monika! Und bald auch mit ganz neuem Schnitt… Ich freue mich auf Deine Elsenparty mit all den bekannten und neuen Gesichtern!

Schneidernmeistern | Elsenherbst

Stoffe:

Schnitte:


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Geh nur hin…

„Geh nur hin, Du hast es schon“ – so oder so ähnlich hätte Monika mich im Frühjahr mit Fug und Recht aus Bremen verabschieden können. Denn nur drei kurze Tage später fand ich tatsächlich im Briefkasten, was ich bei meinem Besuch als gar nicht so leisen Wunsch vorgetragen hatte: Ein schlichtes, kastiges Shirt, mit U-Boot-Ausschnitt und 3/4-Ärmeln. Ganz im Stil eines klassischen Breton-Shirts, mit je einem Hauch Coco Chanel, Pablo Picasso und Audrey Hepburn. Von links nach rechts?

Schneidernmeistern | "Timpe Tee"

Bis zu diesem Foto gingen freilich noch ein paar Wochen ins Land, und einige Mails hin und her zwischen Norden und Mitte, zwischen Bremen und Siegen. Ein paar mehr Shirts wurden genäht, Diskussionen über Belege geführt – über Statement-Shirts mit und ohne Statement: Über die Länge eines Ärmels als Statement.

Schneidernmeistern | "Timpe Tee"

Diskussionen schließlich über einen Namen für ein, ja – ein Matrosenhemd, ein Shirt im Stile einer „marinière“. Als hätte ich den Butt gerufen… „Geh nur hin, Du hast es schon“ – und ich danke Dir, Monika! Für die schöne Zusammenarbeit, für Deine Begeisterung, für Dein Grübeln, Deine Argumente – für das „Timpe Tee“, das Statement-Shirt für die große Liebe zum Klassischen, Unaufgeregten, ein wenig Französischen, und für die große Streifenliebe.

Schneidernmeistern | "Timpe Tee"

Maritime Streifen allerorten: Denn auch Petra ließ sich schnell begeistern für’s „Timpe Tee“, und so machten wir uns zu dritt, gestreift im „Timpe Tee“, auf die Suche nach Fischer und Butt. Monika hat den Fischer gefundenPetra den Butt. Und ich? Ich habe das „Timpe Tee“ – und eine wundervolle Erfahrung machen dürfen. So gehen sie alle am Ende glücklich nach Hause…

Schneidernmeistern | "Timpe Tee"

Oh, nein! Einen Moment noch! Selbstverständlich könnt auch Ihr den Schnitt zum „Timpe Tee“ bekommen: Ab dem 29. September.

Stoffe (von links nach rechts):

… und für die Fotos ein herzliches Dankeschön an Herrn @photowuensche!


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#hoodieherbst: „Jasper Sweater“ | Paprika Patterns

Teil drei meines kleinen „Hoodieherbstes“ hier im Stoffbüro – und zugleich der vorerst letzte Teil dieser „Testreihe“: Drei neue Hoodie-Schnitt habe ich ausprobiert. „Dana“ von „Schnittmuster Berlin“ findet Ihr >> hier, aus leichtem NOSH-Stricksweat; meinen Hoodie „Lynn“ von Pattydoo zeige ich Euch >> dort. Heute ist der „Jasper Sweater“ von Lisa aka „Paprika Patterns“ an der Reihe – mein gar nicht so heimlicher Favorit für den kommenden Herbst…

#hoodieherbst: "Jasper Sweater" | Paprika Patterns

Schlicht und raffiniert – ausgefallen in den Details, und doch nicht extravagant: Es sind schon zwei weitere Versionen des „Jasper Sweater“ geplant, dann auch in der Variante als Kleid und mit Kuschelkragen anstelle der Kapuze. Hier aber zunächst ganz schlicht in uni (NOSH :: Sweat uni rost, mit passendem Kapuzenfutter).

Raffiniert sind die Tascheneingriffe, die in die Naht zwischen Seiten- und Vorderteil eingearbeitet werden:

#hoodieherbst: "Jasper Sweater" | Paprika Patterns

Mit der ausführlichen Anleitung, die außerdem auf Tutorials zu einzelnen Arbeitsschritten auf Lisas Blog verweist, gelingen sie ohne Holpern.

Die seitlichen Einsätze geben dem Pulli seine tolle Passform:

#hoodieherbst: "Jasper Sweater" | Paprika Patterns

Die Kapuze schließlich wird aus drei Teilen zusammengesetzt – auf zunächst recht eigenwillig erscheinende Weise, nämlich mit horizontaler Teilung. Aber auch dieses Detail überzeugt beim Überstreifen durch Raffinesse und eine ganz besondere Form und Passform.

#hoodieherbst: "Jasper Sweater" | Paprika Patterns

Ein Kapuzenfutter ist in der Anleitung nicht vorgesehen – ich habe sie komplett gefüttert und deshalb ein wenig anders genäht und angesetzt als beschrieben. Die drei Knöpfe sind hier reine Zierde und Eyecatcher auf dem schlichten Pulli in Uni – in der Version mit Kragen hält ein Knopf einen dekorativen Riegel.

#hoodieherbst: "Jasper Sweater" | Paprika Patterns

Das war nun also der letzte Teil dieser kleinen Reihe zum #hoodieherbst – aber keinesfalls der letzte Teil meines „Hoodieherbstes“ selbst. Wie gesagt, der „Jasper Sweater“ wird in eine weitere Runde geschickt. Wie steht es um Eure Pläne für herbstliche Kapuzenpullis? Ich freue mich, sie auch auf Instagram unter #hoodieherbst zu sehen!

Stoffe:

Schnitt:


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#hoodieherbst: „Lynn“ | pattydoo

Zunächst einmal vielen herzlichen Dank für Eure vielen schönen Rückmeldungen zum Auftakt-Post dieser kleinen Hoodie-Serie! Offenbar sind einige von Euch auf der Suche nach einem neuen Schnittmuster für einen Kapuzenpulli – umso mehr freut es mich, dass ich hier mein Ausprobieren und meine Erfahrungen mit Euch teilen kann.

Dem Schnitt, den ich Euch heute im zweiten Teil meines #hoodieherbst vorstellen möchte, fehlt es sicherlich nicht an Bekanntheit: Es geht um „Lynn“ von pattydoo.

#hoodieherbst: "Lynn" | pattydoo

„Lynn“ bietet wohl das, was man aktuell mit dem Begriff „Hoodie“ in Verbindung bringen würde: Einen legeren Schnitt mit großem Kuschelfaktor – besonders sicherlich dann, wenn man dicken Wintersweat wählt. Vor allen Dingen aber: Eine große „Wickel“-Kapuze mit Ösen, Ösenpatches und einer dicken Kordel.

#hoodieherbst: "Lynn" | pattydoo

Mir persönlich haben es dabei die Taschen angetan, die raffiniert in die leicht nach vorne gezogene Seitennaht eingesetzt werden – mit der wie gewohnt tadellosen Video-Anleitung von Ina sollte das ohne Probleme zu nähen sein.

#hoodieherbst: "Lynn" | pattydoo

Ich habe hier übrigens einen sehr leichten Sommersweat vernäht, den Ihr >> hier in Rot und auch in Blau findet. Der Schnitt fällt eher großzügig aus – das entnahm ich auch einer kurzen Recherche vor der Größenwahl. Wie schon bei „Dana“, so habe ich mich auch hier wieder für die kleinere in Frage kommende Größe (34) entschieden. Für diesen Stoff hätte es womöglich noch eine weitere Größe kleiner sein können (dann also die 32); ich mag den Pulli aber gerade so, wie er ist – und für dicken Wintersweat ohne Elasthan-Anteil wäre die 34 ohnehin die beste Wahl.

#hoodieherbst: "Lynn" | pattydoo

Die Kapuze ist großzügig und gemütlich – eben so, wie man es erwartet von einem „konventionellen“ Hoodie-Schnitt.“Lynn“ birgt – in vielerlei Hinsicht – keine Überraschungen: Der Schnitt funktioniert zuverlässig und sieht wohl zuverlässig so aus, wie man es sich ausmalt.

Welchen Kapuzenpulli ich Euch am Freitag noch zeigen kann, lasse ich für den Moment offen. Wer auf Instagram mitliest, hat den ein oder anderen Einblick bereits erhaschen können. Ich gehe in der Zwischenzeit mal sehen, was sich unter #hoodieherbst dort tut…

Stoffe:

Schnitt:


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#hoodieherbst: „Dana“ | Schnittmuster Berlin

Herbstzeit ist #hoodiezeit, Zeit für die große #hoodieliebe, und grundsätzlich gilt: #hoodiesgehenimmer. Zeit also für einen #hoodieherbst – Zeit, neue Hoodie-Schnitte auszuprobieren, und Zeit, neue Lieblingskuschelpullis aus der Nähmaschine zu ziehen, sie überzustreifen und sich einen Tee aufzusetzen. Denn auch, wenn es bei 30° und strahlendem Sonnenschein Mitte September nicht den Anschein hat – kalt und ungemütlich wird es wohl wieder schnell genug.

Nachdem zu der ein oder anderen Gelegenheit die Frage aufkam nach einen – nach dem – Hoodie-Schnittmuster, bekam ich Lust, die Kapuzenpullis nachzuholen, die zu nähen ich in der vergangenen Herbst/Winter-Saison nicht geschafft habe: Während eines Sommers, der ja eher herbstlich auftrat. So kann ich hier im Blog in den kommenden Tagen eine kleine Auswahl von drei Hoodie-Schnitten vorstellen. Seid herzlich eingeladen, auf Instagram unter #hoodieherbst mitzunähen und Eure persönlichen Favoriten zu zeigen! Sei es nun einer der hier gezeigten Schnitte, sei es eine „Else“, sei es eine „LadyComet“, eine MAlou oder ein ganz anderer Schnitt…

#hoodieherbst

Gewissermaßen nachträglich in diese kleine Serie aufnehmen möchte ich meine „FrauToni“ aus NOSH-Stricksweat, die schon im Sommer entstand:

Fritzi/Schnittreif | FrauToni

Ein schlichter Raglan-Sweater mit Kapuze – „FrauToni“ ist, wie man es von den Schnitten von Fritzi & Schnittreif kennt, zeitlos gehalten und macht dabei Lust auf immer neue Varianten – mal mit Saumbündchen, oder gar als Kleid, wie hier bei Selina von „19nullsieben“? Details zu meinem Pulli findet Ihr >> hier.

Für den Herbst neu herausgesucht habe ich mir zum Beispiel: „Dana“ aus dem Hause „Schnittmuster Berlin“. Kurz vor der Sommerpause erreichte mich eine nette Mail mit der Frage, ob ich nicht Lust hätte, eines ihrer Schnittmuster zu testen – da sage ich selbstverständlich nicht nein! Meine Wahl fiel auf den Kapuzenpullover – die Stoffwahl wieder auf NOSH-Stricksweat, diesmal in Haselnussbraun, mit passendem Kapuzenfutter.

#hoodieherbst: "Dana" | Schnittmuster Berlin

„Dana“ ist leger geschnitten, und dabei nicht „oversize“. Der Pulli hat leicht überschnittene Schultern und einen hinten minimal längeren Saum. Die Kapuze wird in einem großen eckigen Ausschnitt eingesetzt:

#hoodieherbst: "Dana" | Schnittmuster Berlin

Einen großen Kuschelkragen bekommt man hier also nicht, dafür aber einen leichten Hoodie, der auch im Frühling und Sommer schnell übergezogen und unbedingt Strandbrise-tauglich ist.

#hoodieherbst: "Dana" | Schnittmuster Berlin

Die Nähanleitung hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle ausführlicher gewünscht – letztlich aber fügen sich die Schnitteile ohne große Missverständnisse zusammen. In der Maßtabelle lag ich zwischen zwei Größen, und habe mich für die kleinere entschieden – bei Schnittmustern, die bereits mit Nahtzugabe daherkommen, empfinde ich intuitive Größenwahl häufig als Gratwanderung und bin froh, dass ich hier richtig lag. Der Stricksweat aus 100% Bio-Baumwolle ließ sich bei diesem Schnitt prima verarbeiten – gerade an den Ausschnittecken hatte er ausreichend Stabilität und hat das Nähen erleichtert.

#hoodieherbst: "Dana" | Schnittmuster Berlin

Die Kapuze wird aus zwei Seitenteilen und einem Mittelstreifen zusammengesetzt – und sie passt zum Schnitt, nicht zu groß, nicht zu massig: Eben ein leichtes Sweatshirt.

Am Mittwoch geht es hier weiter mit… – Lasst Euch überraschen! Und ich lasse mich überraschen von Euren Hoodie-Lieblingen unter #hoodieherbst – habt Ihr Favoriten unter all den unzähligen Schnittmustern?

Schnitt:

Stoffe:


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Alte Routinen

Wenn mal wieder eine Feierlichkeit ansteht, zu der es etwas schicker sein darf, und ich feststellen muss, dass alle Hemden zu klein sind – fühle ich mich erinnert an meine ersten Schritte und Versuche an der Nähmaschine, die ich hauptsächlich mit Webstoff-Blüschen und -Tuniken bestritt. Jersey zu nähen fiel mir ohne Overlock schwer – seitdem die Maschine aber hier eingezogen ist, gehen T-Shirts selbstredend flott von der Hand; und letztendlich muss man ihnen wohl auch die größere Alltagstauglichkeit attestieren, im Vergleich zu Hemden und Blusen mit Kragen und Manschetten.

Hemd mit Stehkragen | Ottobredesign 4/2016

So sind Webstoff-Projekte in den kleinen Größen immer mit einer gewissen Näh-Nostalgie verbunden, und schon die Suche nach Schnitt und Stoff hat in gewissem Sinne etwas Feierliches. Fündig wurde ich in der aktuellen Ausgabe der Ottobredesign (4/2016), und griff zum Modell 25, „Reused with love“, zu einem fröhlich-wasserblauen Pünktchenprint von Windham Fabrics und orangefarbenen Knöpfen.

Hemd mit Stehkragen | Ottobredesign 4/2016

Dann ertappe ich mich tatsächlich dabei, während des Nähens angestrengt zu sein von der Langsamkeit, die ein solches Projekt einfordert. Von seiner Unverzeihlichkeit. Von der Präzision, nach der es ruft.

Hemd mit Stehkragen | Ottobredesign 4/2016

Und ich freue mich auf’s nächste, schnelle Shirt. Wenn das Hemd dann aber fertig auf dem Bügel hängt, denke ich: Kaufen ist, trotz allem, keine Option…

Hemd mit Stehkragen | Ottobredesign 4/2016

Schnitt:


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Sommer nach der Pause

Einen mehr als eigenwilligen Sommer erleben wir, der sich über Wochen so herbstlich gibt, dass man ihn schon abschreiben möchte – und dann, hintenraus, die Leere in den Kleiderschränken offenbart, die eben, angesichts des Herbstwetters, nicht mit Sommersachen bestückt worden waren.

Für mich selbst habe ich in diesem Sommer nur wenig genäht, kamen ja kaum die Sachen aus der vergangenen Saison zum Einsatz. Also: Ich habe für mich nur wenig genäht… Eines der Lieblingsteile, die während dieser heißen Tage wieder und wieder zum Einsatz kommen, hat Tessa für mich genäht! Es handelt sich um „FrauEike“ von Fritzi & Schnittreif

FrauEike

Zum Nähen kann ich also nichts sagen – nur weitergeben, was Tessa mir mehrfach versichern musste, bevor ich bereit war, mich auf ihr Angebot einzulassen: Nämlich dass ich ihr einfach 1m Stoff schicken solle, und sie würde das Top für mich nähen – das sei ratzfatz gemacht. Tessas Version aus dem blauen Pendant zu meinen gelben Punkten („Pointelle“ von Art Gallery Fabrics) könnt Ihr übrigens heute hier auf ihrem Blog sehen.

FrauEike

Mit Strandfotos kann ich leider nicht dienen – dafür habe ich aber direkt den Bikini dazu angezogen. Und den Basic-Lieblingsrock aus dem letzten Jahr. Dankeschön, liebe Tessa, für dieses Lieblingsstück!

FrauEike

Also – nichts wie los. Erst an die Nähmaschine, und morgen ins Freibad! Solange dieser Sommer es gut und sonnig mit uns meint…