:: stoffbüro ::

blog


2 Kommentare

Hoodieliebe, Meeresliebelei & Obstsalat

Im letzten Beitrag – über die Meerweh-Pullis mit dem hübschen Plot von Dominique – habe ich bereits davon schwärmen dürfen, wie perfekt sich gelegentlich die Gedanken und Projekte zusammenfügen, die jeder zunächst für sich und im sprichwörtlichen „stillen Kämmerchen“ hegt.

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

So trafen die neuen, leichten Sommersweats nicht nur auf den Meerweh-Plot, sondern auch auf den „ROBIN Hoodie“ aus der Feder von Steffi („Fabelwald“/„Herzekleid“). Denn dieser Baukasten-Schnitt ruft nach leichten Sweatstoffen – und verspricht dann unverzichtbare Pullis, ob mit oder ohne Kapuze, ob mit oder ohne Teilung und Passe, ob mit oder ohne Tasche – in welcher Taschenvariante auch immer.

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

Ihr merkt schon: Die Bezeichnung „Baukasten-Schnitt“ ist keine Übertreibung. Ich finde selten Schnitte, die ich für Junge und Mädchen gleichermaßen gerne nähe, weil sie beiden passen und zu beiden passen. Steffis „ROBIN Hoodie“ ist von daher ein echter Glücksgriff, und so blieb es nicht bei einem Hoodie – zwei mussten her!

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

Aber damit noch lange nicht genug: Als könnte Petra Gedanken lesen, hat sie eine neue Plotterserie herausgebracht: Die „Meeresliebelei“ bekommt Ihr seit gestern hier im Stoffbüro-Shop – eine bunte Tiefsee-Landschaft mit Krebsen, Kraken, Fischen, Seesternen, Quallen und allerhand weiteren Meeresbewohnern. Perfekt für den Sommer und die Strandlaune, perfekt für den Streifenliebe-Sweat in Meerblau!

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

Weiße Ösen und eine rote Kordel für den maritimen Look… Die Passe um die Raglanärmel eignet sich prima für eine Bordüre aus freundlichen Fischen – einzig beim Rückenteil habe ich auf die Teilung verzichtet, da hier doch meistens die Kapuze hängt.

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

Der Streifensweat in Bordeaux mit Mandarine wiederum rief förmlich nach einem fruchtigen Motiv für Frühjahr und Sommer: Und so ziert seine Passe ein Obstsalat aus Petras Serie „Fruchtig und frech“.

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

Ösen und Kordel in Obstfarben…

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

Und auch hier versteckt sich jeweils ein kleiner Plot in den Tascheneingriffen:

"Streifenliebe" | "ROBIN Hoodie" | "Meeresliebelei" | "Fruchtig und frech"

Wir wären dann also gerüstet mit allzeit-bereiten Überzieh-Hoodies für Frühling und Sommer! Die Palette, die hier als Kulisse diente, dürfen wir dann hoffentlich bei Gelegenheit eintauschen gegen einen Holzsteg…

Schnitt:

Plottermotive:

Stoffe und Kurzwaren:


Hinterlasse einen Kommentar

Meer geht immer | Meerweh

Manchmal ergeben sich die Dinge gewissermaßen wie von selbst – in einer Gruppe zeigen die Dynamiken Einzelner auf wundersame Weise in die gleiche Richtung, und kaum spricht man die eigenen Ideen an, springt der andere ein und sagt: Dazu hätte ich was…

So lief zum Beispiel nicht nur Steffis Schnittprojekt zum „ROBIN Hoodie“ zeitgleich zu den neuen Stoffbüro-Sweats an, so dass ich umgehend wusste, aus welchen Stoffen ich den Schnitt nähen würde. (Ein Pulli ist bereits fertig, ein zweiter geplant, zeigen möchte ich sie Euch dann im Doppelpack.)

Auch Dominique wälzte zur selben Zeit einen Gedanken, den wir postwendend festklopften: Den hübschen Meerweh-Schriftzug nämlich, den sie in der Vorweihnachtszeit als fertigen Plot verschickte, als Plotterfreebie anzubieten. Das passt doch einfach perfekt zu den neuen leichten Sommersweats, die in maritimer Frühlingsstrandlaune daherkommen!

Jetzt also für Euch, im Stoffbüro-Shop: Das Meerweh-Plotterfreebie!

Ein Plotterfreebie kommt selten allein – sondern am liebsten auf den passenden Klamotten. Und so entstanden zwei Meerweh-Statement-Pullis aus den neuen Sweats…

Ein „PaLouis“ nämlich, im Colourblocking und in Segelboot-Optik – und eine „LadyTasja“ als Abendrot über zartem Wellenkräuseln. Oder so…

Die Fotos haben wir auf dem Nähcamp gemacht – und vor lauter Blödelei haben wir ganz vergessen, die Meerweh-Schriftzüge en détail abzulichten…

Und wie sieht Euer Meerweh-Pulli aus? Verlinkt uns gerne, damit wir Eure Ergebnisse finden – unter #meerwehforfree schmeißen wir eine Runde Seeluft.

Das Freebie findet Ihr hier. Vielen Dank, liebe Dominique!, für das tolle Freebie und das Gemeinschaftsprojekt!

Dominiques Pulli – Details dazu auch hier auf Dominiques Blog:

Mein Pulli:


3 Kommentare

Frühlingsleichte Streifenliebe

Der Frühling kommt – das ist glücklicherweise nicht mehr von der Hand zu weisen. Und mit ihm die Lust auf neue Farben, und neue Stoffe – für neue, frühlingsleichte Klamotten!

Was ich Euch heute endlich zeigen kann, ist auch für mich wieder etwas sehr Besonderes: Nicht zuletzt, weil ich den Weg zu den streichelweichen Stoffen, die Ihr ab heute im Shop findet, zuerst anregen und hernach durch Tests mit den Zwischenergebnissen begleiten durfte. Bis zum Endergebnis – und das ist: Ein leichter und kuschelweicher Sommersweat aus Bio-Baumwolle mit einem leichten Elasthan-Anteil – perfekt für nicht allzu warme Hoodies, Reißverschluss-Jacken, Cardigans, Kleider, Röcke, Hosen, Jumpsuits… Für all die Projekte eben, für die Jersey schonmal zu dünn ist, und dicker, angerauter Wintersweat zu mächtig.

Und das Beste daran: Weil er von Albstoffe aus gefärbten Garnen gestrickt wird, sind die Sweats – Unis wie Streifen – weiterhin perfekt kombinierbar mit den Stoffbüro-Jacquards, mit den Streifenliebe- und den Uni-Jerseys, wie auch mit den Bündchen: Marine ist Marine, Bordeaux ist Bordeaux, usw. Für das perfekte Nähergebnis!

:: stoffbüro :: Bio Sweat "Streifenliebe"

Dementsprechend sind die Farbkombinationen der neuen Streifenliebe-Sweats abgestimmt auf die Kollektionen – zum Beispiel in Petrol/Camel und Schwarz/Taupe. Für die Streifenliebe in Blau fiel die Wahl auf ein frischeres, helleres Meerblau – anstelle des klassischen Marine-Tons. Blau-Liebhaber, die auf Marine nicht verzichten möchten, kommen dennoch nicht zu kurz: Als Uni ist er mit dabei und komplettiert die Blau-Palette aus Marine, Meerblau und Blaugrau.

:: stoffbüro :: Bio Sweat | blau

Den warmen Farbkombinationen Petrol/Camel und Bordeaux/Mandarine steht der Uni-Sweat in klassischem Bordeaux zur Seite:

:: stoffbüro :: Bio Sweat

Der sanfte Grau-Ton – oder: das Taupe – bekommt pastellig-pudrige Streifen:

:: stoffbüro :: Bio Sweat | Taupe

Und die Schwarz/Taupe-Edition schließlich, die vor zwei Wochen in den Shop eingezogen ist, wird ebenfalls ergänzt durch einen einen passenden Nadelstreifen-Sweat:

:: stoffbüro :: Bio Sweat | Schwarz/Taupe

Fällt Euch die Wahl ebenso schwer wie mir? Einen kleinen Teaser hatte ich tatsächlich im letzten Post (hier) bereits versteckt: Meinen neuen Basic-Lisbon-Cardigan nämlich, aus dem bordeauxfarbenen Uni.

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Ein echtes Allround-Talent, das meine Garderobe perfekt ergänzt. Dann aber schlug Dominique von „kreamino“ vor, ihren hübschen Meerweh-Schriftzug als Plotterfreebie zu den neuen Streifenliebe-Sweats zur Verfügung zu stellen – für maritime Statement-Pullis. So konnten wir es nicht lassen, und haben uns neue Lieblings-Meerweh-Pullis genäht – die zeigen wir Euch morgen!

Das Plotterfreebie findet Ihr selbstverständlich heute schon im Shop (hier). Vielen lieben Dank, Dominique!

"Meerweh" | Plotterfreebie

Die sommerleichten Bio-Sweat-Stoffe, in 5 Uni-Farben und 5 Streifen-Kombinationen, gibt es  hier im Shop. Vorschläge zu geeigneten Kombi-Stoffen (Uni-Jerseys, Bündchen usw.) könnt Ihr – wie immer – jeweils am Ende der Artikelbeschreibung sehen, in der Rubrik „Dazu passt“. Und nun möchte ich Euch herzlich auf eine genüssliche Runde durch die Beiträge der formidablen Stoffbüro-Crew einladen! Ich schicke mein herzlichstes Dankeschön an die Damen – jede Kollektion mit Euch bringt auf’s Neue größte Freude!

Änni | "ännisews"

Änni | „ännisews“

Bettina | "Stahlarbeit"

Bettina | „Stahlarbeit“

Claudia | "ganz mein ding"

Claudia | „ganz mein ding“

Danie | "Prülla"

Danie | „Prülla“

Dominique | "kreamino"

Dominique | „kreamino“

Eveline | "Frölein Tilia"

Eveline | „Frölein Tilia“

Jenny | "Kayhuderfjaeril"

Jenny | „Kayhuderfjaeril“

Kerstin | "Keko Kreativ"

Kerstin | „Keko Kreativ“

Miri | "made by miri"

Miri | „made by miri“

Petra | "pedilu"

Petra | „pedilu“

Steffi | "herzekleid"

Steffi | „herzekleid“

Vivien | "Eleonore Creative"

Vivien | „Eleonore Creative“

 


6 Kommentare

12 Farben: Rosa/Pink

Oder: „Es ist eine Challenge!“

Vielleicht aber auch eine Frage der Rhetorik?

"12 colours of handmade fashion" | Pink

An dieser Stelle wird seit einer Weile und im Austausch mit anderen Bloggerinnen viel diskutiert über einen übersichtlichen und ‚vernetzten‘ Kleiderschrank – eine Diskussion, die eben auch mit Farben (und Farbtypen) zusammenhängt: Ich selbst habe sortiert, aussortiert, umsortiert, einsortiert. Auf diesem Wege geerbt: Jüngst zum Beispiel diese cognacfarbene Lederjacke von Elke, zu deren Farbpalette sie nicht mehr passen wollte. Zu meiner passt sie umso besser, nicht zuletzt, seit ich meine schwarze Basic-Strickjacke durch einen bordeauxfarbenen Lisbon-Cardigan aus leichtem Sommersweat ersetzen  konnte – dazu aber in Kürze mehr.

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Warme Farben – kräftige Farben, für die warme Jahreszeit auch gerne mal ergänzt durch frühlingsleichte, pastellige Tücher, oder einen Basic-Cardigan in kombinierfreudigem Beige, wie er für den Februar der „12 colours of handmade fashion“ von Selmin aka „Tweed & Greet“ entstanden war.

Während also der Januar mit Grün, und der Februar mit Beige mich nicht vor allzu große Herausforderungen stellten, weil sie sich gut in mein Farbschema einfügen – kann ich nicht umhin, zuzugeben, dass mich der rosa- und pinkfarbene März einigermaßen ins Grübeln brachte. Warm und kräftig: Dazu passt weder Rosa, noch Pink.

Aussetzen? Oder: „Challenge accepted!“?

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Eine Frage der Rhetorik? Oder ein Schnippchen, das ein Motiv der Wahrnehmung schlägt?

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Mein März-Beitrag zu den „12 colours of handmade fashion“ hat die Farbe Koralle: Irgendwo zwischen Orange und Pink, warm, und wenn nicht kräftig, so doch quietschig. Als fröhliches Sommershirt, und jetzt im Frühling schon kombiniert mit Bordeaux und Beige:

"12 colours of handmade fashion" | Pink

Ein neues Lieblingsoutfit, entstanden auf dem Nähcamp am vergangenen Wochenende. Mit einem herzlichen Dankeschön an Selmin für diese Herausforderung, und den Gedankenanstoß: Denn dieses Shirt wäre ohne die „12 colours of handmade fashion“ sicherlich nicht entstanden, und ich freue mich schon jetzt auf viele sonnige Tage in Koralle, und mit Flamingo.

"12 colours of handmade fashion"

Der Schnitt des Shirts stammt übrigens aus dem tollen neuen Buch von Steffi („Herzekleid“), Alles Jersey: Shirts & Tops. Eine Buchbesprechung zu diesem durchdachten Shirt-Baukasten findet Ihr hier.

Ich freue mich jetzt auf all die Beiträge zu Selmins „12 colours of handmade fashion“, die sich mit Rosa und Pink hoffentlich weniger schwer getan haben als ich, und geselle mich gerne zu ihrer Linksammlung. Gespannt bin ich darauf, welche Farbe der April bekommt – und ob ich wohl wieder so ins Grübeln gerate.


6 Kommentare

Immer neu, immer anders

Stellt Euch vor, Ihr hättet einen Shirt-Schnitt in petto, dessen Passform Ihr mögt, und den Ihr immer und immer wieder nähen möchtet.

In allen Farben…

Stefanie Brugger, "Alles Jersey - Shirts & Tops" (EMF)

… und: Formen! Denn dieser Shirt-Schnitt käme nicht nur als schlichter Basic-Schnitt daher, sondern hielte obendrein die unterschiedlichsten Ausschnitt- und Saumformen bereit, wie auch Ärmellängen und -formen – inklusive einer ärmellosen Variante.

Und dann stellt Euch vor, all die verschiedenen Optionen und die dafür nötigen Nähtechniken und -kniffe wären derart detailliert und aufschlussreich erklärt, dass der Schnitt samt Anleitung zum Nachschlagewerk über’s Shirt-Nähen wird.

Stefanie Brugger, "Alles Jersey - Shirts & Tops" (EMF)

Sicher habt Ihr es im Laufe dieser Woche schon hier und dort entdeckt: Das neue Buch von Steffi („Herzekleid„, „Fabelwald„) ist da: „Alles Jersey – Shirts & Tops“ heißt es, und erschienen ist es, wie bereits ihr erstes, bei EMF. Aus diesem Verlag kenne ich in Optik wie Haptik auf ansprechendste Weise aufbereitete Nähbücher – und von Steffi kenne ich eine schier grenzenlose Vielfalt an ebenso überraschenden wie einleuchtenden Ideen, die mit größter Sorgfalt erläutert werden.

Im ausführlichen einleitenden Teil erklärt Steffi, reich und instruktiv bebildert, grundlegende Techniken zur Verarbeitung von Jersey und zum Nähen von Jerseyoberteilen: Vom Einfass-Streifen am hinteren Halsausschnitt, über Belege und Paspeln bis hin zu dekorativen Rollbündchen – von der Verarbeitung einer Knopfleiste, über das Raffen und Kräuseln, bis hin zum Anbringen von Applikationen.

Die im Näheren vorgestellten und in einzelnen Arbeitsschritten präsentierten Projekte – 20 an der Zahl – sind eine Auswahl aus der scheinbar unbegrenzten Vielfalt, die der Baukasten anbietet: Und schon beim Durchblättern der zweifellos auf reizvolle Weise zusammengestellen Modelle springt der Gedankenmotor an…

Stefanie Brugger, "Alles Jersey - Shirts & Tops" (EMF)

Der U-Boot-Ausschnitt von „Rügen“ soll es sein – aber mit außenliegendem Beleg wie bei „Bergen“. Und warum eigentlich nicht Puffärmel dazu kombinieren?

Einen Wickelausschnitt und einen amerikanischen Ausschnitt findet Ihr ebenso auf dem übersichtlichen Schnittbogen wie weite „Hippie“-Ärmel – Mehrweite zum Einkräuseln des Ausschnitts genauso wie eine aufgesetzte Brusttasche oder Armpatches.

Stefanie Brugger, "Alles Jersey - Shirts & Tops" (EMF)

Und wenn Steffis Ideen den ergiebigen Schnittbogen dann doch einmal sprengen, ergänzt sie die Anleitung um einen Exkurs, der wiederum dazu anregt, eine ganz eigene Lösung zu finden.

Stefanie Brugger, "Alles Jersey - Shirts & Tops" (EMF)

Tatsächlich habe ich Euch in den vergangenen Wochen bereits vier Ergebnisse aus dem Buch gezeigt: Zwei sehr schlichte Basic-Shirts nämlich, und zwei sommerliche Tops.

Zwei weitere Shirts werde ich Euch in den kommenden Tagen vorstellen – eines davon sogar aus leichtem Sweat. Denn auch das funktioniert – wobei ich dafür eine Nummer größer gewählt habe, als für die Jersey-Shirts.

Seid Ihr neugierig geworden auf diesen Shirt-Baukasten? Klickt Euch doch mal zu Steffi selbst, denn auch sie zeigt Euch hier ihre Lieblingsmodelle aus ihrem Buch. Und seht Euch unbedingt all die Shirts an, die die Teilnehmerinnen der Blogtour rund ums Buch gezaubert haben!


4 Kommentare

Nähcamp 2017

Zum vierten Mal bereits fand am vergangenen Wochenende das Nähcamp statt – organisiert von Elke („Elle Puls“), und ich freue mich, dass ich sie dabei wieder ein wenig unterstützen durfte.

Zum vierten Mal – stellt sich da Routine ein? Keineswegs! Das zeigen schon die Gespräche zwischen denen, die bereits mehrere dieser Ereignisse mit erleben durften, oder gar von Anfang an jedes Jahr mit von der Partie waren: Jedes Nähcamp hatte seine Eigenheiten, seine eigenen Workshops, Diskussionen, Nähprojekte – sein eigenes Wetter, vor den Fenstern des Tagungsraumes, wie auch im Raum selbst, gewissermaßen.

So kamen also auch in diesem Jahr wieder 43 Nähbegeisterte zusammen – im Penta Hotel Berlin-Potsdam (in Teltow), für ein Wochenende, das ganz im Zeichen ratternder Nähmaschinen stehen sollte.

Nähcamp 2017

Das hat etwas von Klassentreffen – einerseits: Denn beinahe ab dem Zeitpunkt der Anmeldung dreht sich so mancher Nähbloggeraustausch um die Reise nach Berlin – „dann sehen wir uns ja auf dem Nähcamp wieder!“ Oder gar die Anreise in der Fahrgemeinschaft wird zum Anlass genommen, das Nähcamp vor der offiziellen Eröffnung bereits einzuläuten. Und dann gibt es ebenso die ersten und die ganz neuen Begegnungen: Nicht weniger aufregend und spannend, nicht weniger herzlich und verbindend.

Nähcamp 2017

Am Sonntagmittag – kurz vor der Abreise – stellte ich fest, dass ich während des gesamten Wochenendes kein einziges Foto auf Instagram gezeigt habe, ja – dass ich die Bilder der Teilnehmerinnen kaum wahrgenommen habe, aus Zeitmangel, oder mangels Bedürfnis, einen Blick auf das Smartphone zu werfen. Ich habe genäht, mich bestens unterhalten, diskutiert, Projekte begutachtet… Ich musste also in die Gruppe fragen, wer mir gerne Fotos für diesen Blogpost zur Verfügung stellen könne. Meine Frage erntete: Kopfschütteln! Offenbar war es vielen ergangen wie mir – aber glücklicherweise konnten mir Griselda und Jana an der ein oder anderen Stelle aushelfen. Vielen Dank dafür!

Der Bücher- und Schnittmustertisch war reich bestückt worden von unseren großzügigen Sponsoren. Ein herzliches Dankeschön an den Stiebner Verlag, an EMF, den Haupt Verlag und den TOPP Verlag

… und ebenso an die Schnittmusterdesigner République du Chiffon, Named Clothing und Pattydoo, an Smilla Berlin und an Stoff & Stil.

Nähcamp 2017

Foto: GriseldaK

Wir hatten ein ganzes Wochenende nicht nur zum Nähen, sondern durften auch in aller Ruhe und Gelassenheit durch ein reiches Sortiment an Büchern zum Thema blättern – und Schnittmuster testen, zu denen wir sonst vielleicht nicht gegriffen hätten.

Aber damit nicht genug – einige Teilnehmerinnen (mich eingeschlossen) gerieten in einen regelrechten Druckrausch – in einen Druckrausch-Workshop nämlich, denn Deborah und Angelo brachten Farben und Schablonen mit und zeigten uns, wie der Druck auf Papier und Stoff damit funktionierte.

Nähcamp 2017

Nähcamp 2017

Foto: Jana @jamasamole

Schließlich fanden sich einige Näh- und Modebegeisterte zusammen zu einer Stilberatung bei Katharina Maier („Frau Maier“/“Moderne Stilberatung“), die per Skype-Videokonferenz ausgerichtet wurde.

Und was lag auf dem Nähtisch? Schon auf der ersten Veranstaltung 2014 – und auch das gehört zu meiner persönlichen Geschichte der bisher vier Nähcamps – hatte ich verkündet, ich würde keine Taschen nähen. Und diesmal habe ich: eine Tasche genäht! Denn wo, wenn nicht auf dem Nähcamp, beobachtet von vielen Nähnerd-Augenpaaren, sollte ich mein alljährlich gefasstes, doch alljährlich auf’s nächste Jahr verschobene Vorhaben, eine geräumige Strandtasche zu nähen, umsetzen?

Zugegeben: Ich habe es nicht auf dem Nähcamp selbst umgesetzt, sondern ich habe zuhause, in aller Ruhe, den Kampf gegen dicke Schaumstoff-Einlage, gegen Decovil und Reißverschluss angetreten. Für meine Nerven (und die meiner Nachbarinnen am Nähtisch) war das sicherlich die entspanntere Lösung, und dennoch ist diese Tasche ein veritables Nähcamp-Projekt, wäre sie doch nie entstanden, hätte ich mich nicht im Vorfeld durch meine Ankündigung, eine Tasche zu nähen, entsprechend dazu verpflichtet.

Die „Aeroplane Bag“ von Sew Sweetness – hier auf Deutsch erhältlich bei Nähconnection – ist so geräumig, dass ich sie direkt als Weekender nutzen konnte. Die wunderschönen Stoffe gibt es bei Ines von Karlotta Pink – eine bunte Fundgrube an außergewöhnlichen Webstoffen mit eigener Geschichte!

Das, was ich schließlich auf dem Nähcamp genäht habe, verstecke ich vorerst weitestgehend unter meiner neuen, cognacfarbenen Lieblingslederjacke. Die nämlich habe ich nicht genäht, aber dennoch vom Nähcamp mit nach Hause nehmen dürfen: Geerbt von Elke – vielen lieben Dank!

Nähcamp 2017

In den kommenden Tagen geht es hier also weiter – und ich zeige Euch mein Nähcamp-Frühlingsoutfit komplett.

Ein herzliches Dankeschön an Elke für die grandiose Organisation, und an alle Nähcamp-Teilnehmerinnen für die wundervolle Atmosphäre, für viele nette und inspirierende Gespräche! Die wunderschönen Hyazinthen, die ich als Geschenk mit nach Hause nehmen durfte, erinnern mich momentan noch von der Fensterbank aus an das tolle Wochenende. Wenn sie verblüht sind, ziehen die Zwiebeln in den Garten um und blühen dann hoffentlich jedes Jahr auf’s Neue…

Nähcamp 2017


2 Kommentare

Zeitlos

Ihr habt es gerne klassisch, zeitlos und zurückhaltend? Es darf Schwarz sein, mit einer Prise eines sanften Grautons? Dann seid herzlich eingeladen in den Shop! Denn für all diejenigen unter Euch, die sagen: „Schwarz ist das neue Schwarz“ – für Euch gibt es jetzt die Schwarz-Taupe-Edition der beliebten Stoffbüro-Designs auf Jacquard:

Der Flechtwerk-Jacquard – ein 3D-Relief-Jacquard mit Fischgrat-Muster, nach einer Idee von Elke („Elle Puls“) – nun also in Schwarz, mit dezentem Kontrast, absolut basictauglich und perfekt für Frühlingscardigans.

Das Strickpunkt-Design von Änni findet Ihr in zwei – gegengleichen – Varianten: In Schwarz/Taupe nämlich (wie bereits in der Weihnachtsedition), und – frühlingsfrisch – in Taupe/Schwarz.

Schließlich dürfen natürlich die Streifenliebe-Jerseys nicht fehlen. Und weil die Entscheidung so schwer fiel zwischen „Streifenliebe I“ und „Streifenliebe II“, gibt es eben beide. Welcher ist Euer Favorit?

Das „Federkleid“ nach dem Entwurf von Petra trifft mit einer kleinen Verspätung ein, kann sich aber hoffentlich ganz bald dazugesellen. Auf der Stoffbüro-Facebook-Seite, oder bei Instagram erfahrt Ihr, sobald es so weit ist.

EDIT: Der Federkleid-Doubleface-Jacquard in Schwarz/Taupe ist nun eingetroffen! Ihr findet ihn hier im Shop.

Ich selbst habe beim Vernähen der schönen Stoffe diesmal eine Runde ausgesetzt – denn so sehr sie mir an anderen gefallen, so wenig passen sie in meinen eigenen Kleiderschrank. Schwarz/Taupe funktioniert hier aber bestens als Jungs-Hoodie, und so war – schon aus dem „Tangram“-Jacquard in dieser Farbe – ein „Bimaa Sweater“ entstanden, der in dieser Reihe und in dieser Edition der Stoffbüro-Stoffe selbstverständlich seinen Platz hat.

Den Schnitt bekommt Ihr übrigens hier auf Deutsch bei Annika von Näh-Connection. Den Stoff wie auch das Plotterfreebie mit dem Tangram-Satz zum Selber-Puzzeln findet Ihr hier im Shop.

Schwarz/Taupe ist genau Euer Fall? Dann unternehmt doch einen Spaziergang durch die wundervollen Designbeispiele der Crew! Herzlichen Dank an dieses umwerfende Team!

Alle Stoffe dieser Edition findet Ihr im Shop unter „Unsere Stoffe“.

Änni |

Änni | „ännisews“

Andrea |

Andrea | „frau maerz“

Danie | Prülla

Danie | Prülla“

Kerstin |

Tamara |

Tamara | „Sprungfaden“

Vivien |

Vivien | „Eleonore Creative“